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Neue Studie Wissenschaftler warnen: Kokosöl ist genauso ungesund wie Butter

Vorsicht vor Kokosöl, warnen amerikanische Wissenschaftler
Vorsicht vor Kokosöl, warnen amerikanische Wissenschaftler
© Getty Images
Kokosöl wurde lange Zeit als "Wundermittel unter den Ölen" bezeichnet, es gilt als gesund und soll sogar schlank machen. Jetzt haben Wissenschaftler etwas ganz anderes herausgefunden – und warnen vor dem vermeintlich gesundem Öl.

Mit dem Hype um vegane Ernährung und auch der Ernährungsform Paleo wurde Kokosöl salonfähig. Sein Geschmack ist süßlich-mild und wird meist für Desserts und Kuchen verwendet. In herzhaften Gerichten verleiht das Öl eine exotische Note, beispielsweise in Currys oder Bratnudeln.

Das Versprechen ums Kokosöl ist groß: Es ist ein Superfood, Allround-Talent und sogar Schlankmacher. Zudem schütze es vor Herzkrankheiten und reduziere Bauchfett. So kann man es zumindest auf vielen Gesundheitsblogs lesen. Alles Humbug, sagen jetzt amerikanische Wissenschaftler.

Kokosöl enthält zu über 90 Prozent gesättigte Fettsäuren, die auch in tierischen Produkten stecken. Sie sind umstritten, man sollte sie eigentlich meiden. Der Grund: Gesättigte Fettsäuren stehen im Verdacht, den Cholesterinspiegel zu erhöhen und dadurch dem Herz und den Gefäßen zu schaden. Daher sollte man ungesättigte Fette aus Pflanzenölen bevorzugen. Warum gilt das also nicht auch fürs Kokosöl? Es wird vermutet, dass die in Kokosöl enthaltene Laurinsäure die Konzentration des gefäßschützenden HDL-Cholesterins im Blut erhöht - und so Herzkrankheiten vorgebeugt werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) sieht das und den Hype ums Kokosöl kritisch, es gelte zwar als gesund, wissenschaftlich halten konnten sich diese Behauptungen aber nicht. Lesen Sie mehr dazu hier!

Kokosöl ist ungesund, sagen amerikanische Wissenschaftler

Jetzt schlagen die Amerikaner Alarm und bestätigen: Kokosöl ist genauso ungesund wie Butter. Die Studie wurde von der "American Heart Association" veröffentlicht. Kokosöl enthalte 82 Prozent gesättigte Fettsäuren, Schweineschmalz hingegen nur 39 Prozent, Rindertalg 50 Prozent, Butter hat einen Anteil an gesättigten Fettsäuren von 63 Prozent. Die "American Heart Association" empfiehlt, gesättigte Fettsäuren zu reduzieren. Die sind in Butter, Käse, rotem Fleisch und anderen tierischen Produkten zu finden. Die Empfehlung: mehr ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen. Die stecken beispielsweise in fettigem Fisch, Nüssen, Hülsenfrüchten, Avocados.

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