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P.M. Fragen & Antworten: Laktose und Gluten: Haben Menschen auch früher Lebensmittel nicht vertragen?

Laktose- und Gluten-freie Lebensmittel boomen. Handelt es sich um eine Mode oder gab es die Unverträglichkeiten früher auch schon? P.M. Fragen & Antworten kennt die Antwort.

Ein Melkschemel mit einer Milch-Kanne

Immer mehr Menschen klagen über Lebensmittel-Unverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz

Das Problem nimmt bei uns seit Jahren zu, ein Ende ist nicht abzusehen. Mittlerweile haben bis zu 20 Prozent der deutschen Bevölkerung eine Intoleranz gegen Milchzucker (Lactose). Die Intensität der dadurch ausgelösten Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Blähungen kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Im Gegensatz zu Lebensmittelallergien, bei denen das Immunsystem auf bestimmte Nahrungsmittel überreagiert, liegt die Ursache für Unverträglichkeiten meist im Mangel an Eiweißen, die für den Abbau oder den Transport bestimmter Stoffe zuständig sind.

Lebensmittel-Unverträglichkeiten gab es auch schon in früheren Zeiten, sie wurden von den Ärzten aber noch nicht als solche identifiziert, da die Hintergründe erst in den vergangenen Jahrzehnten entdeckt und erforscht wurden. Während Betroffene früher etwa die Diagnose "Reizdarm" erhielten, ohne dass die den Beschwerden zugrunde liegende Ursache ausgemacht werden konnte, kann heute oft eine Intoleranz gegen Fruchtzucker (Fructose) als Ursache identifiziert werden.

Zusatzstoffe sorgen für Probleme

Die Zahl der Menschen, die an Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten leiden, war früher aber vermutlich auch tatsächlich geringer, weil Lebensmitteln noch nicht so viele Zusatzstoffe hinzugefügt wurden. So ist etwa der Fructose-Gehalt vieler Nahrungsmittel - auch der von frischem Obst - durch künstliche Zugabe oder spezielle Zucht deutlich erhöht worden, weil sich süßere Lebensmittel besser verkaufen. 

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