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Vorsicht, Nebenwirkungen!: Mit diesen fünf Getränken sollten Sie keine Medikamente einnehmen

Werden Medikamente falsch eingenommen, kann das zu Komplikationen führen. Was viele nicht wissen: Auch die Wahl des Getränks zum Herunterspülen der Tablette ist entscheidend – und da gibt es einige "No-Gos".

Ein Mann nimmt eine Tablette ein.

Welche Getränke eignen sich nicht zur Medikamenteneinnahme?

Kopfschmerzen, Blutdruck oder geschwollene Mandeln: Für fast jedes Leiden gibt es ein Medikament, das die Symptome lindert. Damit die Arzneien optimal wirken können, muss bei der Einnahme einiges beachtet werden. So kann etwa der Zeitpunkt der Tabletteneinnahme steuern, wie gut oder wie schlecht das Medikament wirkt. Alle Informationen dazu sind im Beipackzettel aufgeführt.

Was viele Menschen nicht wissen: Auch die Flüssigkeit, mit der eine Tablette heruntergespült wird, kann die Wirkung des Medikaments beeinflussen. Wir nennen fünf Getränke, mit denen Sie vorsichtig sein müssen:

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Milch

Einige wenige Antibiotika vertragen sich nicht mit Milch und Milchprodukten. Dazu zählen Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline und Gyrasehemmer, etwa Doxycyclin, Ciprofloxacin und Norfloxacin. Sie haften sich an das Kalzium aus der Milch und bilden auf diese Weise winzige Knäuel, die der Körper nicht verwerten kann. Die Arznei wandert unbehelligt durch Magen und Darm und bleibt wirkungslos.

Ärzte und Apotheker können Auskunft darüber geben, ob die jeweilige Arznei dazu zählt. Es besteht jedoch kein pauschales Verbot für die Dauer der Antibiotikatherapie. Zwischen der Einnahme des Medikaments und dem Verzehr von Milch, Käse und Quark sollten allerdings mindestens zwei Stunden Abstand liegen.

Mineralwasser

Ähnlich wie Milch kann auch ein Mineralwasser reichlich Kalzium enthalten. Der Stoff verbindet sich mit bestimmten Antibiotika-Wirkstoffen und hemmt die Wirkung der Arznei (s. Abschnitt Milch). Zur Medikamenteneinnahme eignet sich daher am besten herkömmliches Leitungswasser.

Fruchtsäfte

Bestimmte Fruchtsäfte und Früchte hemmen oder verstärken die Wirkung von Arzneien wie Schmerz-, Schlaf- und Bluthochdruckmitteln. Dazu zählen nach Angabe der AOK Gesundheitskasse die Säfte und das Fruchtfleisch von Grapefruit, Granatapfel und Cranberry. Zwei Stunden vor und nach der Einnahme sollte man daher auf das Obst verzichten. Auf Grapefruits sollte für den Zeitraum der Medikamenteneinnahme sogar vollständig verzichtet werden, da sie mit zahlreichen Medikamenten Wechselwirkungen eingehen.

Eine junge Frau trinkt Bier


Alkohol

Alkohol ist eine zusätzliche Belastung für die angeschlagene Gesundheit und hemmt den Abbau von Arzneien. Darüber hinaus kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen, wenn Medikamente zeitgleich mit Wein und Bier eingenommen werden, etwa Antibiotika. Wirkstoffe wie Metronidazol und Cefotetan hemmen ein Enzym, das wichtig für den Abbau des Alkohols ist. In der Folge reichert sich das giftige Abbauprodukt Acetaldehyd im Körper an. Es kommt zum sogenannten Antabus-Effekt: Betroffene entwickeln Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Übelkeit bis hin zu Erbrechen.

Kaffee und Tee

Heißgetränke wie Kaffee und Tee enthalten Gerbstoffe, die Wechselwirkungen mit einigen Wirkstoffen eingehen. Eisentabletten verlieren etwa ihre Wirkung, wenn sie zusammen mit Kaffee eingenommen werden: Das Spurenelement verklumpt mit den Gerbstoffen im Magen, und der Körper kann es im Anschluss nicht mehr aufnehmen.

Tipps für den Alltag

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unsicher sind, ob sich Ihr Medikament mit bestimmten Getränken verträgt. Im Zweifelsfall nehmen Sie die Arznei am besten mit Leitungswasser ein – so minimieren Sie das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen.

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ikr

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