Neues Buch "Mutlose Mädchen" Psychiater Michael Schulte-Markwort: "Diese Mädchen haben keine Sehnsucht, keine Visionen"

Ein zu Boden blickendes Mädchen
"Mutlose Mädchen" sind junge Frauen, die sich völlig in sich selbst zurückziehen, sich nicht weiterentwickeln, keine Sehnsüchte haben, keine Visionen. Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort versucht ihnen zu helfen
© Getty Images/iStockphoto
Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort erlebt in seiner Klinik immer häufiger Mädchen, die die Wirklichkeit als bedrohlich und überfordernd empfinden und sich komplett zurückziehen. Warum ihn das so besorgt – und wie er versucht, diesen Mädchen zu helfen.
Katrin Schmiedekampf

Herr Schulte-Markwort, Sie haben ein Buch über "Mutlose Mädchen" geschrieben. Wie kam es dazu?  
Vor etwa vier oder fünf Jahren ist einigen Kolleginnen und Kollegen und mir ein neues Phänomen aufgefallen: Immer öfter hatten wir es in der therapeutischen Behandlung mit Mädchen zu tun, die "stecken geblieben" sind, wie wir es nannten. Mädchen, die sich völlig in sich selbst zurückgezogen hatten. Wir haben uns immer verzweifelter gefragt: Was ist mit diesen Mädchen los? Warum greifen unsere therapeutischen Interventionen nicht? Warum kriegen wir diese Kinder nicht zurück aufs Gleis?  

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