HOME

Chronischer Schmerz: Natürliche Schmerzhemmer: Zehn Tipps für schmerzgeplagte Patienten

Ob Kopf, Rücken oder Knie: Chronische Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität von Millionen Deutschen. Doch es gibt Wege, den Teufelskreis aus Schmerz und Anspannung zu durchbrechen. 

Chronische Rückenschmerzen sind zermürbend - was hilft?

Chronische Rückenschmerzen sind zermürbend - was hilft?

Schmerzen sind eigentlich eine sinnvolle Funktion des Körpers: Sie weisen uns auf mögliche Krankheiten oder Verletzungen hin und erfüllen so eine wichtige Warnfunktion. Ist die körperliche Ursache behoben, klingt auch der Schmerz meist wieder ab. Und der Spuk ist vorbei.

Anders sieht das bei wiederkehrenden Schmerzen aus: Halten die Beschwerden für die Dauer von mindestens drei Monaten an und beeinträchtigen sie den Patienten psychisch oder körperlich, sprechen Ärzte vom chronischen Schmerz.

Im Gegensatz zu akuten Schmerzen sind chronische Schmerzen ein eigenständiges Krankheitsbild, sie quälen und zermürben. Und bestehen auch dann noch fort, wenn eine mögliche körperliche Ursache bereits behoben ist. Der Grund: Der Schmerz kann sich in das zentrale Nervensystem regelrecht einbrennen und lässt es überempfindlich werden. Als Folge reagiert der Körper selbst auf harmloseste Reize wie eine Berührung mit einem Schmerzsignal.

Kein Wunder also, dass viele Schmerzkranke Bewegung meiden und den Schongang einlegen. Was auf den ersten Blick wohltuend erscheinen mag, ist eigentlich grundfalsch: Ohne Bewegung verkümmern die Muskeln, der Körper wird steif und träge, was zu Verspannungen führen kann. Und die wiederum verursachen weitere Schmerzen: in Kopf, Gliedern und Rücken. Ein Teufelskreis aus Schmerz, Anspannung und Stress entsteht.

Was aber können Schmerzgeplagte tun, um dieser Entwicklung vorzubeugen? Die Experten der Deutschen Schmerzliga e.V. setzen sich für die Belange von Patienten mit chronischen Schmerzen ein. Auf ihrer Homepage haben sie zehn Tipps zusammengestellt, die Betroffenen dabei helfen können, ihr Leiden zu lindern.

Die Tipps der Schmerz-Experten: Kommen Sie in Bewegung!

  • Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt, ob er Empfehlungen hat, die Sie beachten sollten.
  • Finden Sie eine Bewegungsart, die Ihnen Freude bereitet. Vor allem sanfte Bewegungsarten wie Yoga, Tai Chi oder Qigong erleichtern den Einstieg.
  • Wenn Sie in einem Fitness-Studio oder in Kursen üben, informieren Sie Ihre Lehrer, wenn sie unter chronischen Schmerzen leiden.
  • Beginnen Sie langsam, steigern Sie nur allmählich.
  • Setzen Sie sich realistische Ziele, überfordern Sie sich nicht.
  • Stellen Sie sich ein individuelles Programm zusammen und sorgen Sie für Abwechslung.
  • Kombinieren Sie Übungen, welche die Muskulatur dehnen, mit solchen, welche die Muskeln kräftigen. Hinzu kommen sollte noch ein sanftes Ausdauertraining.
  • Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität.
  • Verteilen Sie Ihre Übungen über den Tag. Zweimal 15 Minuten oder dreimal 10 Minuten lassen sich in jeden Tagesablauf einbauen.
  • Führen Sie ein "Bewegungstagebuch": Es unterstützt Ihre Motivation.
ikr
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity