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Rückenschule: Richtig heben, richtig bücken

Rücken immer gerade halten und nicht spontan bücken - diese Regeln gelten als veraltet. Heute wissen Fachleute, dass der Rücken alles kann und darf.

Schwangere lernen in der Rückenschule, wie sie am besten ihr Hohlkreuz entlasten

Schwangere lernen in der Rückenschule, wie sie am besten ihr Hohlkreuz entlasten

Wer mit gebeugtem Rücken ständig schwere Lasten hochwuchtet, weiß: Das geht ins Kreuz. Den ganzen Tag mit krummem Rücken Stehen auch. Rückenschulen wollen solche Fehlhaltungen verhindern. Diese Präventionsprogramme lehren in wenigen Gruppensitzungen, wie die Wirbelsäule aufgebaut ist und wie Lasten richtig zu heben und zu tragen sind.

Doch das Einüben einer richtigen Haltung allein hilft nicht. Es kann sogar gefährlich sein, sich bestimmte Bewegungsabläufe anzueignen: Sie entwickeln daraus leicht Schonhaltungen und fürchten sich vor vermeintlich falschen Bewegungen. Dadurch werden Rückenmuskeln nur noch einseitig belastet, andere verkümmern. Rückenschulen, die nur bestimmte Haltungen und Bewegungen lehren, gelten deswegen als veraltet.

Heute wissen Fachleute: Falsche Bewegungen gibt es nicht. Ist der Rücken gesund, können Sie ihn belasten, drehen und wenden wie Sie wollen. Auch plötzliche, ungewohnte Bewegungen sind in Ordnung. Sind Ihre Muskeln verkümmert, weil Sie den ganzen Tag nur sitzen, hilft Ihnen eine Rückenschule alter Prägung wenig: Sie sollten Bewegungen nicht vermeiden, sondern Ihren Rücken stärken.

Deshalb sind Rückenschulen empfehlenswert, die auf Bewegung und Muskelkraft setzen. Moderne Programme zeigen Ihnen Kraft- und Dehnübungen, die Sie als kleines Fitness-Workout in Ihren Alltag einbauen können. Meist werden auch Grundkenntnisse über die Wirbelsäule vermittelt, Standards für Rückenschulen gibt es jedoch nicht. Informieren Sie sich am besten vorher, was eine Rückenschule Ihnen bietet.

Geeignet für Schwangere und Stillende

Wer schon längere Zeit Rückenschmerzen hat, sollte lieber Krankengymnastik machen. Nur bei akuter Kreuzpein können Tipps aus der Rückenschule im Alltag helfen. Am meisten haben Schwangere oder Frauen, die gerade Mutter geworden sind, etwas von solchen Programmen. Hochschwangere stehen fast automatisch im Hohlkreuz. Auch beim Stillen können sich belastende Haltungen einschleichen. Dann lohnt es sich, Haltungen zu kennen, die den Rücken entlasten.

Risiken und Nebenwirkungen

Die Regeln, die in modernen Rückenschulen gelehrt werden, schaden nicht. Allerdings besteht die Gefahr, dass Sie auf ein veraltetes Programm stoßen, das Ihnen angeblich falsche und angeblich richtige Bewegungen nahe legt und zudem auch noch Angst vor spontanen Bewegungen macht. Möglicherweise verlieren Sie dadurch Ihr Zutrauen zu Ihrem Körper und entwickeln Schonhaltungen. Das wäre fatal: Sie verlieren Ihre Beweglichkeit und schwächen Ihre Muskeln - das kann erst recht Schmerzen entstehen lassen.

Studien belegen die Wirksamkeit kaum

Ob Rückenschulen helfen, lässt sich nicht klar mit ja oder nein beantworten. Denn die Studienergebnisse sind widersprüchlich, auch jedes Programm anders ist. Schulen, die bestimmte Haltungen und Bewegungen einüben, haben sich als weitgehend nutzlos erwiesen. Es gibt Hinweise, dass manche Rückenschulen bei akuten Kreuzschmerzen helfen. Sind die Rückenschmerzen bereits chronisch, ist Krankengymnastik genauso hilfreich wie eine gute Rückenschule.

Das bringt es langfristig

Rückengerechtes Heben und Tragen ist im Alltag oft gar nicht möglich. Lassen Sie sich keine Angst vor falschen Bewegungen machen! Bleiben Sie aktiv und bewegen Sie sich viel: Das hält den Rücken stark.

Antje Helms
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.