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Fünfmal "Mangelhaft": Vibratoren, Penisringe, Liebeskugeln: Stiftung Warentest prüft Sextoys

Was für ein Abtörner: 18 bunte Sextoys prüfte die Stiftung Warentest, fünf fielen mit hoher Schadstoffbelastung durch. Und nein: "Befriedigend" war nicht das beste Testurteil.

Stiftung Warentest prüft Sextoys für Schadstoff im Video

Ein alter Witz im Internet lautet: "Wenn die Stiftung Warentest Vibratoren testet, ist dann "Befriedigend" besser als "Gut"? Nun endlich gibt es von der Stiftung Warentest selbst eine Antwort auf die beliebte Scherzfrage. Für die aktuelle Ausgabe ihres Testheftes haben die Prüfer tatsächlich Sexspielzeuge getestet. Und so viel vorweg: Auch bei diesem Test ist "Sehr gut" die höchste und "Mangelhaft" die schlechteste Note.

Insgesamt 18 Sextoys haben die Warentester untersucht. Die bunte Palette reicht von klassischen Vibratoren, G-Punkt-Vibratoren, Rabbit-Vibratoren mit Klitoris-Stimulator, Umschnall-, und Auflegevibratoren bis zu Penisringen und Liebeskugeln. Die Preise für die Geräte reichen von 6,80 Euro bis 165 Euro.

Die Frage nach dem größten Lustbringer beantwortet der Test nicht - für diese subjektive Einschätzung müssen Interessenten sich an den zahlreichen Erlebnisberichten im Netz orientieren. Die Warentester prüften vielmehr den gesundheitlichen Aspekt. Denn in der Natur der Sache liegt es, dass Sexspielzeuge Schleimhautkontakt haben. "Schadstoffe haben in Sextoys deshalb nichts zu suchen", sagt Sara Wagner-Leifhelm, Chemikerin und Leiterin des Schadstoff-Checks.

Stiftung Warentest: Sextoys im Labor: So prüften die Warentester
Stiftung Warentest Sextoys

Zwölf Vibratoren, drei Penisringe und drei Liebeskugeln untersuchte die Stiftung Warentest im Labor auf Schadstoffe.

Sextoys mit Schadstoffen belastet

Da abtörnende Ergebnis des Labortests: Fünf Produkte waren sehr stark mit Schadstoffen belastet und fielen deshalb mit "Mangelhaft" durch. Ein Auflege-Vibrator von Big Teeze Toys in Form einer Badeente war sehr stark mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Diese stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Solche PAK waren auch das Problem bei den Liebeskugeln Joyballs Secret des Herstellers Joydivision.

Ein Vibrator mit Saugnapf von Doc Johnson war sehr stark mit Phenol belastet, das im Verdacht steht, genetische Defekte zu verursachen. Und ein als Paarvibrator verkauftes Gerät von We-Vibe gab so hohe Mengen Nickel ab, dass er laut Warentest nicht hätte verkauft werden dürfen. Nickel kann Allergien auslösen und steht ebenfalls im Verdacht, Krebs zu erregen. Der Umschnallvibrator von Pipedream war zwar labortechnisch in Ordnung; da die mitgelieferte Maske aber sehr stark mit giftigen kurzkettigen Chlorparaffinen und dem Weichmacher DEHP (kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen) belastet war, erhielt das Produkt ebenfalls die Note "Mangelhaft".

Die übrigen Bettgefährten schnitten im Schadstofftest "sehr gut", "gut" oder zumindest "befriedigend" ab. Wer will, darf an dieser Stelle noch ein letztes Mal frivol grinsen.

Quelle: Alle Ergebnisse des Sexspielzeug-Tests finden Sie kostenpflichtig auf www.test.de

bak

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