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Vibratoren: Da kann einem die Lust vergehen

Von wegen batteriebetriebenes Vergnügen: Manche Vibratoren enthalten gefährliche Schadstoffe. Bei einer Ökotest-Studie fiel fast die Hälfte der Geräte durch. Doch es gibt auch positive Beispiele.

Von Monique Berends

Er bietet Befriedigung aus der Schublade: Schalter umlegen und los. Einer Studie des Kondomherstellers Durex zufolge sind Vibratoren das beliebteste Sexspielzeug.

Doch nicht jedes Gerät tut Frauen gut. In ihrer Novemberausgabe hat die Zeitschrift "Ökotest" 22 Vibratoren verschiedener Preiskategorien getestet: Fast die Hälfte der Geräte fiel durch - sie enthielten unter anderem hohe Mengen an Phthalaten. Diese bedenklichen Weichmacher können Störungen des Hormonhaushalts und der Leber- und Nierenfunktion auslösen und stehen in Zusammenhang mit Unfruchtbarkeit. Zudem haben sie eine krebserregende Wirkung.

Beim traurigen Spitzenreiter, der Florida Dolphin Vibrator aus dem Hause Orion, wurde ein Weichmachergehalt von 58 Prozent gemessen. Auch Modelle wie der Latexa Vibrator Spanish Design der Firma Latex und der Pearl Shine Series The Love Mate von NMC erhielten die Note ungenügend.

Zudem fand Ökotest in einigen Vibratoren eine Vielzahl anderer Stoffe, die zum Teil äußerst gesundheitsgefährdend sind, darunter chlorierte Kunststoffe.

Silikon ist das Material der Wahl

Anders als in Kinderspielzeug sind Phtalate in Sexspielzeug nicht verboten. Kleinkinder beißen gern auf weichem Spielzeug herum, die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ist somit besonders hoch. Doch auch der Intimbereich ist sehr empfindlich - daher sollte man unbedingt darauf achten, zum richtigen Produkt zu greifen.

"Ökotest" nennt die besten Beispiele: Der Testsieger Freshvibes Patchy Paul II der Firma Fun Factory ist prima zum Spielen geeignet - und zwar für innen und außen. Genau wie im Model Jolie der Firma Natural Contours wurden im Freshvibes weder Phthalate noch andere bedenkliche Inhaltstoffe gefunden. Ebenfalls unbedenklich ist der Lover Vib vom Anbieter HartesHolz - das liegt an seinem Material: Ahornholz, garantiert splitterfrei.

Generell gilt: Je weicher das Material, desto größer das Risiko, dass das Spielzeug gefährliche Phthalaten enthält. Die Ausnahme sind Geräte aus Silikon, das laut "Ökotest" "das Material der Wahl" ist.