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Zucker sparen und abnehmen: So schützen Sie sich vor Heißhungerattacken

Schon wieder Lust auf Süßigkeiten? Mit diesen Tricks wappnen Sie sich für künftige Heißhungerattacken – und nehmen nebenbei noch ein paar Pfunde ab.

Süße Sünde: Zucker schmeckt - macht in großen Mengen aber dick und verursacht Karies

Süße Sünde: Zucker schmeckt - macht in großen Mengen aber dick und verursacht Karies

Ob beim Bäcker, in der Kantine oder auf dem Weg nach Hause: Ständig lockt die Lust auf Süßes, und gute Vorsätze werden schnell verworfen.

Der Autorin Regina Tödter erging es früher genauso - sie war regelrecht süchtig nach Süßigkeiten. Schließlich sagte sie dem Naschkram den Kampf an. Seit einigen Jahren lebt sie nun zuckerfrei, ist fünf Kilogramm leichter und zwei Kleidergrößen schlanker. In ihrem Buch "Die 50 besten Zuckersucht-Killer" gibt sie Tipps, wie auch Sie das schaffen können. Ein Auszug.

1. Misten Sie aus

Nichts fühlt sich besser an als ein erstes Erfolgserlebnis. Dieses hier können Sie ganz schnell und sofort haben: Schauen Sie in Ihren Kühlschrank und spielen Sie Detektiv. Verbannen Sie alle zuckerhaltigen Lebensmittel aus der Küche und machen Sie der örtlichen Tafel damit eine Freude.

Achten Sie besonders auf versteckten Zucker, etwa in Wurst, Ketchup oder Soßen. Auch in Tiefkühlpizza, Fertigsalaten, Dosengemüse, Säften, Sojamilch, Cornflakes, Müsli, Weißbrot und Früchtejoghurt werden Sie fündig.

2. Sorgen Sie für süße Alternativen

Alternativen zu Zucker können natürliche Süßungsmittel wie Ahornsirup, (Wildblüten-) Honig oder Agavendicksaft sein. Sie enthalten viele Mineralstoffe, sind allerdings richtige Dickmacher und leider auch zahnschädigend. Zuckeraustauschstoffe wie Isomat, Maltit, Laktit oder Xylit sind chemischer Natur und haben bei übermäßigem Verzehr oft einen unerfreulichen Nebeneffekt, etwa Blähungen und Durchfall. Sie lassen sich allerdings wunderbar zum Backen von Kuchen und Keksen verwenden. Xylit etwa hat nicht nur 40 Prozent weniger Kalorien als üblicher Industriezucker, es wirkt auch kariesverhütend und hat nur einen geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel.

Auch Stevia, das aus der Stevia-Pflanze gewonnene Süßungsmittel, kann für Nachspeisen oder zum Backen verwendet werden. Der Süßstoff hat zwar einen bisweilen gewöhnungsbedürftigen, leicht bitteren Nachgeschmack, enthält aber keine Kalorien und verursacht keine Karies.

3. Gehen Sie Umwege

Umgehen Sie bewusst Orte und Plätze, die Sie schwach werden lassen: den Bäcker, den Kiosk oder die Eisdiele. Im Supermarkt biegen Sie gar nicht erst in die Süßigkeitenabteilung und an der Kasse lenken Sie den Blick bewusst auf andere Dinge, zum Beispiel auf die Produktwahl der Menschen vor oder hinter Ihnen.

4. Nicht immer der Nase nach

Sie denken ständig an Süßes? Klar - weil Ihre Nase andauernd daran erinnert wird! Es geht bereits morgens unter der Dusche los, wenn Sie noch gar nicht richtig wach sind: Beim Einschäumen der Haare mit Shampoo steigt Ihnen vielleicht der angenehme Geruch süßer Erdbeeren in die Nase. Die Handseife verströmt den wohligen Geruch von süßem Apfel, Ihre Lippenpflege schmeckt nach Kirschen und Ihr Deo riecht nach zarter Vanille. Kein Wunder also, wenn Sie zum frisch gemahlenen Frühstückskaffee das sehnliche Verlangen nach einem Stück Süßgebäck verspüren. Aber auch außerhalb Ihrer Wohnung werden Sie ständig von Duftstoffen angelockt. Einkaufsläden bedienen sich längst bestimmter Geruchsstimuli, um unsere Emotionen zu beeinflussen. So werden wir unbewusst zum Kauf von Produkten animiert.

Um hier entgegenzuwirken, reichen schon kleine Veränderungen: Dämmen Sie den Geruchsreiz ein, indem Sie bewusst zu parfümfreien Produkten greifen. Gehen Sie außerdem nie hungrig in die Einkaufsläden.

5. Meiden Sie Alkohol

Alkohol benebelt nicht nur die Sinne, er macht in kürzester Zeit auch hungrig. Daher gilt, wenn Sie ausgehen und wissen, dass Sie Alkohol trinken werden: Packen Sie sich vorher eine kleine Tüte Studentenfutter ein und denken Sie daran, immer genug Wasser zu trinken. Sollte es Sie doch einmal nach einem fröhlichen Abend mit Freunden zu einer Imbissbude führen, dann genießen Sie den schönen Abend - mit dem Wissen, dass es sich hierbei um eine Ausnahme handelt.

6. Heilkräuter helfen

Bereits Hildegard von Bingen schwor auf die umfassende Heilkraft von Kräutern, Wurzeln und Blättern. Heute können wir auf diese altbewährten mittelalterlichen Klosterrezepturen zurückgreifen und die Wirkung besonderer Kräutermischungen nutzen. Da gibt es etwa den Bitterstern mit seinen 18 verschiedenen Heilkräutern: Der alkoholische Auszug aus den Bitterstoffpflanzen dämpft den Heißhunger auf Süßes enorm. Allerdings ist Vorsicht vor übermäßigem Konsum geboten, da der Bitterstern über einen sehr hohen Alkoholgehalt verfügt (s. Punkt 5).

Alternativ können Sie auf Süßholz zurückgreifen. Die trockenen braungoldenen Blätter sehen, wie ihr Name bereits verrät, ein wenig aus wie Baumrinden und schmecken süß-würzig. Geben Sie bei der nächsten Zuckersucht-Attacke ein paar Stangen Süßholz entweder in heißes Wasser, um anschließend den Tee zu genießen, oder kauen Sie die eingerollten Blätter (ohne sie zu schlucken), bis das süße Verlangen von ganz allein verfliegt.

ikr

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