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Corona-Lage Spahn appelliert an Länder: "Impftermine sind zu wertvoll, um sie verfallen zu lassen"

Sehen Sie im Video: Gesundheitsminister Spahn fordert Länder auf, Impfstoff schnellstmöglich zu verimpfen.




O-Ton Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister: "Wichtig ist, damit setzen wir um, was wir zwischen Bund und Ländern vereinbart haben, dass nämlich für Flugreisen nach Deutschland aus dem Ausland immer vor Abflug auch ein entsprechender Negativtest vorzuzeigen ist. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, um eine Ausbreitung des Virus durch Urlaubsreisen zu vermeiden. Und es dient im Übrigen ja auch dem Schutz der Flugpassagiere im Flieger. Allerdings mache ich mir auch keine Illusion. Diese Einreiseverordnung allein, ist jetzt nicht der Gamechanger für die Osterzeit. Dafür ist die Lage zu ernst, das Infektionsgeschehen, die Dynamik in Deutschland, im Land auch zu stark. Momentan steigen die Zahlen zu schnell und die Virusvarianten machen die Lage besonders gefährlich. Ich appelliere daher an die Länder, die vereinbarte Notbremse beim Überschreiten der Inzidenz von 100 auch konsequent umzusetzen und konsequent anzuwenden. So wie es der gemeinsame Beschluss von Bund und Ländern vorsieht. Und ich möchte auch die Bürgerinnen und Bürger bitten, an Ostern, aber auch davor und danach, wenn sie andere treffen, dann idealerweise nur draußen, weil dort die Infektionsgefahr deutlich reduziert ist. Im April stehen deutlich mehr Impfstoffe zur Verfügung. Daher wollen wir dann auch in den Arztpraxen starten, routinemäßig zu impfen. Parallel werden die Impfzentren der Länder weiterlaufen. Deswegen auch mein dringender Appell an die Länder, Impfstoff, der da ist, schnellstmöglich zu verimpfen. Wir sollten möglichst flexibel sein und alle aus der zweiten Prioritätsgruppe in die Impfkampagne einbeziehen. Die zweite Prioritätsgruppe, die 70 bis 80 -Jährigen, die Menschen mit Vorerkrankungen, viele Berufsgruppen, ist sehr, sehr groß. Und deswegen sind dort ausreichend viele, auch Impfwillige und Impfbereite, die tatsächlich, wenn sie ein Impfangebot bekommen, sich sicherlich auch schnell werden impfen lassen. Impftermine sind zu wertvoll, um sie verfallen zu lassen."
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Die Corona-Zahlen steigen zu schnell und die Lage sei ernst, betonte Gesundheitsminister Spahn auf einer Pressekonferenz. Er appellierte an die Länder, vorhandene Impfstoffe möglichst schnell zu verimpfen.

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