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Kritische Inhaltsstoffe: Stiftung Warentest vergibt Rote Karte für Fanschminke

Die Prüfer von Stiftung Warentest haben Fanschminke und Klebetattoos getestet – und in allen Produkten gesundheitlich kritische Stoffe entdeckt. Wer sich schützen will, sollte es vor dem Viertelfinale mit dem Schminken nicht übertreiben.

Das Bild zeigt Fanschminke in den Farben Schwarz-Rot-Gold.

Stiftung Warentest hat bedenkliche Stoffe in EM-Fanschminke gefunden

Während der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich greifen die Fans wieder in Massen zu Schminke und Klebe-Tattoos. Doch die beliebten Produkte sind einem Test zufolge oft mit Schadstoffen belastet. Stiftung Warentest hat sieben Schminkprodukte und fünf Klebe-Tattoos geprüft – und in allen gesundheitskritische, zum Teil verbotene Stoffe gefunden.

Viele Produkte wurden abgewertet, weil sie etwa polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Weichmacher enthielten. Einige Vertreter dieser Stoffgruppen gelten als gesundheitlich bedenklich. Auch aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe (Moah) wurden nachgewiesen – sie gelten als potenziell krebserregend. Allerdings: Weil die Schminke und die Tattoos zur EM nur selten zum Einsatz kommen, bestehe kein unmittelbares Gesundheitsrisiko, teilte die Stiftung Warentest mit.

Abstand zu Augen und Lippen einhalten

Die Stiftung Warentest empfahl Fans, Schminke und Tattoos sicherheitshalber nicht auf den Lippen oder in der Nähe der Augen anzuwenden. Vorsicht sei auch bei verletzter Haut geboten.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft vor zwei Jahren hatten solche Tests weitaus größere Folgen. Die Prüfer hatten in 14 von 14 Proben der Schminkstifte in den Farben Schwarz-Rot-Gold verbotene oder nicht deklarierte Farbstoffe und Pigmente bemängelt. Alle Produkte wurden daraufhin aus dem Verkehr gezogen. Eine konkrete Gesundheitsgefahr bestand aber auch damals nicht.

Der vollständige Test lässt sich gebührenfrei hier aufrufen.

ikr/AFP / DPA

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