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USA: Tod durch Tollwut: Sechsjähriger stirbt nach Fledermaus-Kratzer

Er streichelte eine Fledermaus und wurde gekratzt - wenige Tage später erkrankte er schwer: In den USA ist ein sechsjähriger Junge an der Tollwut gestorben.

Eine Fledermaus in einer Hand

Potenzielle Tollwut-Überträger: Fledermäuse (Symbolbild)

Im US-Bundesstaat Florida ist ein sechsjähriger Junge an den Folgen einer Tollwut-Erkrankung gestorben. Medienberichten zufolge hatte der Vater des Jungen eine Fledermaus mit nach Hause gebracht. Das Tier habe er in einen Eimer gelegt. Obwohl er seinen Sohn davor gewarnt habe, die Fledermaus zu berühren, habe der Junge das Tier gestreichelt und sei dabei verletzt worden. Der Junge erzählte seinen Eltern, die Fledermaus habe ihn gekratzt.

Die Wunde sei daraufhin sofort mit Seife und Wasser ausgespült worden. In ein Krankenhaus wurde der Junge zunächst jedoch nicht gebracht. Die Eltern hatten offenbar nicht damit gerechnet, dass das Tier Tollwut übertragen könnte.

Fledermaus-Kratzer überträgt Tollwut

Rund eine Woche später habe der Junge plötzlich über Kopfschmerzen und ein Taubheitsgefühl in seinen Händen geklagt. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden - doch offenbar zu spät. Die Viren hatten sich bereits im Körper des Jungen ausgebreitet. Er starb am vergangenen Sonntag.

In einem öffentlichen Facebook-Eintrag nehmen die Lehrer des Jungen Abschied: "Ryker war ein glücklicher und ruhiger kleiner Junge und wurde von seinen Lehrern und Mitschülern abgöttisch geliebt", heißt es in dem Eintrag. "Die Himmelstore haben sich für unseren kleinen Engel geöffnet." Die Schule plane nun, Sicherheitskurse für Kinder einzuführen und sie über den richtigen Umgang mit wilden Tieren zu informieren.

Die Tollwut wird durch Viren ausgelöst, die sich im zentralen Nervensystem vermehren. Die Viren werden durch den Speichel infizierter Tiere übertragen - zum Beispiel durch Bisse, Kratzer oder das Belecken nicht intakter Hautstellen.


Nach einer Ansteckung treten die ersten Symptome meist nach drei bis acht Wochen auf - in seltenen Fällen nach Monaten. Der Ausbruch der Krankheit kann durch eine Impfung verhindert werden. Es existieren Impfstoffe zum vorbeugenden Schutz vor Tollwut. Diese sind vor allem für Menschen mit engem Tierkontakt sinnvoll, wie Tierärzte oder Förster. Aber auch bei Fernreisen in Länder mit hohem Tollwutrisiko kann eine Immunisierung sinnvoll sein. (Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.)

Kam es zu einem verdächtigen Tierkontakt und besteht das Risiko einer Tollwutübertragung sollte schnellstmöglich ein Arzt kontaktiert werden - das gilt auch für Menschen mit bestehender Schutzimpfung. Für solche Fälle stehen passive und aktive Impfstoffe zur Verfügung. Der passive Impfstoff enthält schützende Immunglobuline, der aktive Impfstoff abgetötete Viren.

Fledermäuse - bitte nicht anfassen!

Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, verläuft sie in den allermeisten Fällen tödlich.

Auch die in Deutschland beheimateten Fledermaus-Arten können Tollwutviren in sich tragen. Nach Angabe des Naturschutzbundes (Nabu) sind nur einige der 25 heimischen Arten betroffen, vor allem die Breitflügelfledermaus, aber auch Abendsegler, Braunes Langohr und Zwergfledermaus. Die Gefahr, sich als Mensch mit Tollwut einer Fledermaus zu infizieren sei aber ausgesprochen gering. "Solange man die Tiere nicht anfasst, werden selbst tollwütige Fledermäuse Menschen nicht angreifen."

EPP Lichtkrankheut: Wenn dich die Sonne von innen verbrennt


ikr
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