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Übergewicht: Dicke Kinder werden zu dicken Erwachsenen: Vor allem die Vorschulzeit ist gefährlich

Dicke Kinder werden oft zu dicken Erwachsenen. Zu diesem Ergebnis kommen Leipziger Forscher. Besonders kritisch sind demnach die Jahre vor der Einschulung.

Ein übergewichtiges Mädchen beißt in einen Burger

"Das verwächst sich..." Von wegen! Eltern sollten Übergewicht bei Kindern keinesfalls verharmlosen

Getty Images

Pausbäckchen und kleine Rettungsringe an Arme und Beinen: Was Eltern bei Neugeborenen noch niedlich finden, wird spätestens dann zum Problem, wenn sich das Gewicht der Kleinen nicht normal entwickelt - und sie stattdessen immer weiter zunehmen. Übergewicht im frühen Kindesalter ist keine Lappalie, sondern könnte den Grundstein für anhaltendes Übergewicht legen, zeigen Forscher der Universität Leipzig in einer Studie. Die Wissenschaftler analysierten Daten von mehr 51.000 Kindern von der Geburt (0 Jahre) bis zur Volljährigkeit (18 Jahre). Die Ergebnisse veröffentlichten sie in der Oktober-Ausgabe des Fachblatts "New England Journal of Medicine". 

Übergewicht im frühen Kindesalter bleibt meist bis ins Erwachsenenalter

Einer der Hauptaussagen der Studie: Dicke Kinder werden mit großer Wahrscheinlichkeit auch als junge Erwachsene mit Übergewicht zu kämpfen haben. Kinder, die in den ersten zwei Lebensjahren fettleibig waren, hatten eine Chance von 50:50, später normalgewichtig zu werden. Waren die Kinder drei Jahre alt, sank die Chance auf nur noch knapp zehn Prozent. Das bedeutet: 90 Prozent der adipösen Dreijährigen waren später auch als Jugendliche übergewichtig.

Eine besonders kritische Phase ist demnach das Kleinkindalter vor der Einschulung. "Wir konnten mit unseren Daten zeigen, dass das Gewicht von Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas am stärksten zwischen zwei und sechs Jahren zugenommen hat", berichtet Antje Körner, Professorin für Pädiatrische Forschung an der Universität Leipzig, in einer Mitteilung zu der Studie. Auch danach stieg der BMI der betroffenen Kinder weiter an. Das Ausmaß der Adipositas verschlimmerte sich von Jahr zu Jahr.

Kleinkindalter von zwei bis sechs Jahren ist besonders kritisch

Körner rät Eltern und Kinderärzten zu erhöhter Achtsamkeit: "Eine übermäßige Gewichtszunahme bei Kindern unter sechs Jahren kann ein frühes Anzeichen für spätere Adipositas sein." Das Gewicht und das Wachstum von Kindern müsse schon früh genau beobachtet werden. Natürlich sei nicht jeder dicke Erwachsene schon als Kind dick gewesen werden. "Wenn jedoch Übergewicht bereits im (frühen) Kindesalter einsetzt, bleibt es zuallermeist bestehen."

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind rund 15 Prozent aller 3- bis 17-Jährigen in Deutschland übergewichtig. Jedes zweite bis dritte Kind davon gilt als adipös. Das Übergewicht im Kindesalter birgt Risiken: Die Gelenke können dadurch schneller verschleißen, der Fett- und Zuckerstoffwechsel gerät aus dem Lot. Auch die Seele leidet - Depressionen und Angststörungen können die Folge sein.

Neue Studie: Liebe macht dick – ab einem bestimmten Zeitpunkt
ikr
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(