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Verschmutztes Hühnerfutter: Kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher durch Dioxin-Eier

Das Bundesverbraucherschutzministerium (BMELV) sieht nach dem Fund von dioxinbelastetem Hühnerfutter auf Bio-Geflügelhöfen kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher. "Für den Verbraucher besteht nach Einschätzung des Instituts für Risikobewertung keine akute gesundheitliche Gefahr", sagte eine BMELV-Sprecherin am Sonntag auf DAPD-Anfrage.

Das Bundesverbraucherschutzministerium (BMELV) sieht nach dem Fund von dioxinbelastetem Hühnerfutter auf Bio-Geflügelhöfen kein Gesundheitsrisiko für Verbraucher. "Für den Verbraucher besteht nach Einschätzung des Instituts für Risikobewertung keine akute gesundheitliche Gefahr", sagte eine BMELV-Sprecherin am Sonntag auf DAPD-Anfrage. Das BMELV stehe in engem Kontakt mit den Bundesländern. Die Untersuchung der Proben von Eiern und Futtermittel unterlägen allerdings dem jeweiligen Land.

Zur Aufklärung der Dioxinbelastung wollen die betroffenen Bundesländer jetzt Auskunft von der niederländischen Regierung. Diese müsse die Frage beantworten, wie der Mais von der Ukraine nach Holland gekommen und warum er mit Dioxin belastet sei, sagte der Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, der DAPD. Bio-Geflügelhöfe in mindestens neun Bundesländern seien mit dem dioxinverseuchten Futter beliefert worden.

Grund für die Futterverschmutzung ist laut Landesamt für Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) dioxinbelasteter Mais aus der Ukraine: Der Mais war an einen niederländischen Futtermittelhersteller geliefert worden und im Januar dieses Jahres von einem Futtermittelhersteller am Niederrhein zu Mischfutter für Nutztiere verarbeitet und an landwirtschaftliche Betriebe ausgeliefert worden.

Wegen des Dioxinverdachts wurden bereits am Freitag mehrere Betriebe in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gesperrt. Die jeweiligen Behörden untersuchten eigenen Angaben zufolge die Eier und das Futtermittel der Höfe. Die betroffenen Betriebe könnten bis auf weiteres ihre Eier nicht verkaufen, und bereits ausgelieferte Ware wurde aus dem Handel genommen. Die endgültigen Ergebnisse der Proben müssten noch abgewartet werden.

APN / APN

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