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Vogelgrippe-Opfer: Tests brachten traurige Gewissheit

Die Vogelgrippe in der Türkei hat nachweislich zu einem vierten Todesfall geführt. Auch das zwölfjährige Mädchen, das am Sonntag gestorben war, war mit dem gefährlichen Virus H5N1 infiziert. Auch ihr Bruder ist erkrankt.

Wie das Gesundheitsministerium am Montag in Ankara nach jüngsten Tests mitteilte, ist damit die Zahl der nachgewiesenen Vogelgrippe-Fälle beim Menschen in der Türkei auf insgesamt 20 gestiegen.

Der fünfjährige Bruder, der schon zuvor positiv auf Vogelgrippe getestet worden war, befand sich am Montag dagegen nach Angaben der Ärzte auf dem Weg der Besserung. Die beiden Kinder stammen - wie die drei in der ersten Januarwoche gestorbenen Geschwister - aus der Kleinstadt Dogubeyazit an der Grenze zu Iran.

750.000 Tiere getötet

Von den elf Vogelgrippe-Patienten, die zurzeit in türkischen Krankenhäusern behandelt würden, sei nur einer in einem kritischen Zustand, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit. Fünf Kranke, bei denen ebenfalls das Virus H5N1 nachgewiesen worden war, seien mittlerweile als geheilt entlassen worden.

Das Agrarministerium in Ankara verhängte am Montag ein landesweites Transportverbot für Geflügel. Seit dem massenhaften Auftreten der Tierseuche in der Türkei Ende Dezember ist die Vogelgrippe mittlerweile in 13 der 81 Provinzen nachgewiesen worden. Bei vorsorglichen Massentötungen wurden seither mehr als 750.000 Hühner, Enten und anderes Geflügel vernichtet.

Bisher sind in der Türkei drei Kinder an Vogelgrippe gestorben. Die Geschwister aus der nahe Van gelegenen Ortschaft Dogubayazit waren am Dienstag ins Krankenhaus eingeliefert worden, wie Chefarzt Hüseyin Avni Sahin sagte. Die Kinder seien mit Geflügel in Berührung gekommen und hätten vermutlich ein infiziertes Huhn gegessen.

DPA / DPA
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