Bernd Stromberg schimpft auf Pandora Die Kino-Highlights im Dezember

Da gucken selbst die Na'vi dumm aus der Wäsche: Im Dezember bekommen sie Konkurrenz von Bernd Stromberg.
Da gucken selbst die Na'vi dumm aus der Wäsche: Im Dezember bekommen sie Konkurrenz von Bernd Stromberg.
© Willi Weber Fotografie / COLLECTION CHRISTOPHEL 20th Century Studios - TSG Entertainment - Lightstorm Entertainment
Ob Capitol-Versicherung, Urwald oder Sci-Fi-Welt: Zum Abschluss des Kinojahres wird noch einmal die ganze Bandbreite an Filmkost geliefert.

Schon ist er wieder gekommen, der letzte Kinomonat des Jahres. Einige Highlights haben die finalen Tage von 2025 aber noch zu bieten. Zumindest für Freunde zotiger Sprüche, fremder Welten und gefräßiger Riesenschlangen. Zunächst sorgt Bernd Stromberg dafür, dass "wieder alles wie immer ist". Danach ist dank "Avatar: Fire and Ash" schon der inzwischen dritte Flug in Richtung Pandora gebucht. Pünktlich zu Weihnachten packen dann Jack Black und Paul Rudd ihre "Anaconda" unter den Christbaum.

"Stromberg - Wieder alles wie immer", 4. Dezember

In den vergangenen Jahren hat sich der Arbeitsmarkt deutlich verändert - Bernd Stromberg mit ihm? Ein großes Wiedersehen der ehemaligen Mitarbeiter der CAPITOL-Versicherung vor laufenden Kameras soll diesbezüglich Klarheit bringen. Berthold "Ernie" Heisterkamp (Bjarne Mädel), Tanja und Ulf Steinke (Diana Staehly und Oliver Wnuk), Jennifer Schirrmann (Milena Dreissig) und natürlich Bernd Stromberg, sie alle treffen noch einmal aufeinander. Und wie bei einer klassischen Familienfeier gibt es auch hier eine einzigartige Mischung aus Nostalgie und Alkohol, aus alten Rechnungen und neuen Vorwürfen.

Einschätzung:

Welche Halbwertszeit hat Humor "Made in Germany"? Diese Frage stellte erst kürzlich "Das Kanu des Manitu" und mauserte sich zum großen Kinoerfolg. Der ungleich derbere Sprücheklopfer Bernd Stromberg will es rund 20 Jahre nach dem Serienstart und immerhin zehn Jahre nach seinem ersten Kino-Ausflug in "Stromberg: Der Film" nun ein weiteres Mal drauf ankommen lassen. Mit gewohnt scharfer Zunge, peinlichen Sprüchen und politisch maximal unkorrektem Verhalten meldet sich Christoph Maria Herbst in seiner Kultrolle als Bürotyrann zurück.

"Avatar: Fire and Ash", 17. Dezember

Im Zentrum der Handlung stehen erneut Jake Sully (Sam Worthington) und Neytiri (Zoe Saldaña), die nach dem tragischen Verlust ihres Sohnes versuchen, ihre Familie zu schützen. Wie der Titel bereits verrät, ist nach Teil eins (Erde) und Teil zwei (Wasser) nun das nächste Element an der Reihe. Sie treffen auf das sogenannte Asche-Volk, einen Na'vi-Stamm, der laut Regisseur Cameron eine dunklere Seite der sonst als naturverbunden dargestellten Pandora-Bewohner verkörpert.

Einschätzung:

Kapitel drei von James Camerons großangelegter Blockbuster-Offensive ist da. Bedenkt man, dass die beiden Vorgänger zusammen über fünf Milliarden US-Dollar an den Kinokassen eingenommen haben, dürfte selbst der größte "Avatar"-Kritiker nicht daran zweifeln, dass auch "Fire and Ash" die Kinosäle wieder im Sturm erobert. Was den Erfolg im Vergleich zumindest ein wenig trüben könnte: Zwischen den ersten beiden Ausgaben langen rund 13, zwischen Teil zwei und Teil drei nun lediglich drei Jahre. Hat diese Zeit abseits der malerischen Sci-Fi-Welt Pandora gereicht, um bereits bei ähnlich vielen Menschen die Sehnsucht nach einer Rückkehr zu wecken?

"Anaconda", 25. Dezember

Doug (Jack Black) und Griff (Paul Rudd) sind seit ihrer Kindheit beste Freunde und träumen schon immer davon, ihren absoluten Lieblingsfilm neu zu drehen: den "Klassiker" Anaconda mit Jennifer Lopez und Jon Voight. Ihre Midlife-Crisis treibt sie dazu, ihren Traum endlich in die Tat umzusetzen. Sie reisen tief in den Amazonas, um mit den Dreharbeiten zu beginnen. Doch aus Spaß wird schnell Ernst, als plötzlich eine echte Riesenanaconda auftaucht - und das chaotisch-komische Filmset in eine tödliche Falle verwandelt.

Einschätzung:

Der Plot des neuen "Anaconda" ist so atemberaubend bescheuert, er könnte glatt funktionieren. Darin werden Menschen persifliert, die extreme Fans sind, und gleichzeitig einem Film eine Hommage gewidmet, den die meisten Menschen (nicht ganz zu Unrecht) wohl aus ihrem Gedächtnis gelöscht haben. Ein wenig erinnert die Geschichte an den Streifen "Abgedreht!", ebenfalls mit Jack Black in einer der Hauptrollen, der als Ode an eine ganze Reihe echter Filmklassiker verstanden werden darf. Ein charmant-klamaukiger Meta-Film über die Liebe zum Medium selbst - warum denn nicht an einem kalten Wintertag?

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