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Schauspieler Christoph Maria Herbst: Strombergs Schatten im wahren Leben

Kotzbrocken Bernd Stromberg verfolgt den Schauspieler Christoph Maria Herbst auch im wahren Leben. Sowohl Fans als auch Gegner verwechselten ihn ab und zu mit seiner Paraderolle, berichtet der Schauspieler. Dabei ist der 45-Jährige privat ganz anders.

Christoph Maria Herbst hat hin und wieder damit zu kämpfen, dass die Menschen ihn auch privat für Bernd Stromberg halten.

Der 45-jährige Schauspieler, der seit Jahren in seiner Paraderolle des vollbärtigen Büro-Tyrannen in "Stromberg" die Zuschauer begeistert, feiert am 8. November seine TV-Rückkehr auf Prosieben. Zum Start der 5. Staffel verrät er im Gespräch mit "Bild", dass ein bisschen Stromberg auch nach Drehschluss haften bleibt. "Drei Monate lang merke ich beim Dreh so eine Art Mutation. Da beschäftige ich mich dann wirklich nur mit den Texten und der Figur. Und kann dann diese Vollmaske abends um 19 Uhr auch nicht an den Haken hängen", erzählt Herbst. Auch seine Frau müsse ihn dann so ertragen, weil er in seiner Rolle als Ekel-Chef auch "privat wie Stromberg rumlaufe".

Allerdings lebe er als sein Alter Ego auch gefährlich und müsse "die Baseball-Kappe noch tiefer ins Gesicht ziehen", sagt der Schauspieler. "Beim Joggen hat mir mal einer wirklich eine gelangt. Oder in der Fußgängerzone wurde mir schon Prügel angedroht mit den Worten: 'Wie Sie mit Ihren Angestellten umgehen, das ist 'ne Unverschämtheit.'"

Doch nicht nur den Gegnern fällt das Auseinanderhalten der fiktiven Figur Stromberg und des Schauspielers Herbst schwer, auch bei Fans sorgt seine Rolle für Verwirrung. "Ich habe vor Kurzem erst wieder eine Mail bekommen. Lass es mich vorsichtig ausdrücken: von einer leicht verstrahlt wirkenden Frau. In der stand tatsächlich, sie wollte sich mit Bernd Stromberg mal treffen, weil sie ihn so sexy findet. Wörtlich! Das war so ein bisschen so eine Mail nach dem Motto 'Spätere Hochzeit nicht ausgeschlossen!'" Dabei gebe es einen gravierenden Unterschied zwischen ihm und seiner Rolle, versichert Herbst. Im wahren Leben sei er nämlich "kein Arschloch".

mlr/Bang/AFP / AFP