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Kisch-Preis: Ullrich Fichtner mit Kisch-Preis ausgezeichnet

Der stern verlieh den 27. Egon Erwin Kisch-Preis an Ullrich Fichtner (Der Spiegel), Harald Martenstein (Der Tagesspiegel) sowie Matthias Geyer / Horand Knaup / Hartmut Palmer / Gerd Rosenkranz (alle Der Spiegel).

Der stern hat den 27. Egon Erwin Kisch-Preis verliehen und damit die besten deutschsprachigen Reportagen ausgezeichnet, die im Jahr 2003 erschienen sind. Fünf Vor-Jurys haben aus 410 eingereichten Reportagen, die in 80 Magazinen, Zeitungen und Zeitschriften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz veröffentlicht wurden, die besten 28 Texte ausgewählt und für die Endausscheidung nominiert. Nach Entscheidung der siebenköpfigen Jury sind in diesem Jahr Ullrich Fichtner vom "Spiegel", Harald Martenstein vom Berliner "Tagespiegel" sowie das Autorenquartett Matthias Geyer, Horand Knaup, Hartmut Palmer und Gerd Rosenkranz vom "Spiegel" die Preisträger und Gewinner des renommiertesten deutschen Preises für Print-Journalisten.

Ein besonderes Licht auf den Irak-Krieg wirft die Reportage "Das letzte Gefecht" von Ullrich Fichtner, dem die Jury den ersten, mit 10.000 Euro dotierten Preis zuerkennt. Jury-Sprecher Hermann Schreiber honorierte die Leistung eines Reporters, der nicht "eingebettet" in die amerikanische Pressebetreuung war, sondern auf eigene Faust in die Geburtsstadt Sadam Husseins Tikrit gefahren ist. Dort ließ er sich von einem Kommandeur der angeblichen Elite-Truppe Sadams den tatsächlichen Verlauf des Kampfes um die Stadt erzählen, der in Wahrheit gar nicht stattgefunden hat.

In ihrer Laudatio auf den zweiten Preisträger Harald Martenstein sagte Jury-Mitglied Iris Radisch, dass es dessen Geschichte "Siegfrieds Erbin" "nach den goldenen Regeln der Reportage eigentlich nicht geben dürfte". Martenstein hatte den Auftrag, über die Erb- und Führungsstreitigkeiten im Frankfurter Suhrkamp-Verlag zu berichten, wurde aber von der Herrin des Hauses nicht vorgelassen. Der Autor, so Iris Radisch, habe darauf-hin "eine Reportage über eine gescheiterte Reportage geschrieben - und darin auf listige und geradezu schweykhafte Weise die wahre Geschichte erzählt". Für den zweiten Platz stiftet der stern ein Preisgeld von 7.500 Euro.

In seiner Begründung für den dritten Egon Erwin Kisch-Preis, mit der die "Spiegel"-Geschichte "Schröders Spiel" ausgezeichnet wurde, führte Juror Peter Sartorius aus, dass die Jury schon seit einiger Zeit einen neuen Trend feststelle: Mehr und mehr habe sie es mit Reportagen zu tun, "die ihren Reiz und ihre Qualität dadurch erhalten, dass sich mehrere Reporter zusammentun, um ein Thema zu eruieren und aufzuarbeiten". Im Fall der jetzt prämierten Geschichte waren es die vier "Spiegel"-Journalisten Matthias Geyer, Horand Knaup, Hartmut Palmer und Gerd Rosenkranz, die in einem groß angelegten Puzzle aus unterschiedlichsten Rechercheergebnissen über die Regierung Schröder beschreiben, wie die Mechanismen der Macht funktionieren, oder, so Sartorius, "wie simpel bisweilen die Mechanik der Macht ist". Die Preisträger erhalten für diese Leistung zusammen ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Zusammen mit Moderatorin Sandra Maahn begrüßte stern-Chefredakteur und Jury-Mitglied Thomas Osterkorn zu der feierlichen Preisverleihung im Hamburger Gruner + Jahr-Pressehaus rund 450 teils prominente Gäste aus Medien, Kultur, Wirtschaft und Politik. Osterkorn gratulierte den Nominierten sowie den sechs Preisträgern. Er bedankte sich bei den weiteren Jury-Mitgliedern Giovanni di Lorenzo (Tagesspiegel), Iris Radisch (Die Zeit), Peter Sartorius (Autor), Cordt Schnibben (Spiegel), Hermann Schreiber (Autor) und Jutta Voigt (Autorin) für ihr Engagement.

Die 28 für den Kisch-Preis nominierten Reportagen sind auch in diesem Jahr wieder in einem Buch nachzulesen, das der stern zusammen mit dem Aufbau-Verlag, Berlin, he-rausgibt. Der rund 300 Seiten starke Hardcover-Band mit dem Titel "Schreib das auf! Die besten deutschsprachigen Reportagen - Egon Erwin Kisch-Preis 2004" ist zum Preis von 20 Euro im Buchhandel sowie im stern-Webshop erhältlich.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(