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"Berlin, Berlin": Lolle im Ländle

Zu Beginn der letzten Staffel von "Berlin, Berlin" sucht Lolle ihr berufliches Glück im Schwabenland. Jede Menge Verwicklungen sorgen aber dafür, dass die Serie nicht in "Stuttgart, Stuttgart" umbenannt werden muss.

Sie ist gerade 25 Jahre alt, aber schon hoch dekoriert: Felicitas Woll hat mit ihrer ARD-Vorabendserie "Berlin, Berlin" bereits einen amerikanischen Emmy Award, einen Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis bekommen - mehr geht kaum. Doch jetzt heißt es Abschied nehmen von "Lolle". An diesem Dienstag beginnt in der ARD die letzte Staffel mit 20 Folgen über die junge Frau, die mit ihren Freunden eigentlich in der Hauptstadt lebt, sich aber aus beruflichen Gründen ins Schwabenland orientieren möchte. Deswegen heißt die erste Episode (18.50 Uhr) auch "Stuttgart, Stuttgart".

Felicitas Woll, gebürtige Hessin, wollte ihr Leben neu organisieren. Die Geschichten waren alle erzählt. Deswegen wird nach insgesamt 87 Folgen Schluss sein. Die ARD hat mit der Serie "Liebe, Liebe" bereits eine ähnlich klingende Nachfolgeproduktion für "Berlin, Berlin" beim Studio Hamburg in Auftrag gegeben. Sie soll etwas ältere Zuschauer für den Vorabendsendeplatz begeistern. Für die ARD ist die Zeit zwischen 17.30 und 20 Uhr besonders wichtig, denn hier erzeugt das Gemeinschaftsprogramm seine Werbeeinnahmen, von denen die Serienproduktionen und Jörg Pilawas Quiz finanziert werden.

Felicitas Woll schon in Dresden

Die Hauptdarsteller von "Berlin, Berlin" haben inzwischen ganz neue Schauplätze betreten. Felicitas Woll steht für das ZDF und seinen Zweiteiler "Dresden" über den alliierten Bombenangriff im Februar 1945 vor der Kamera. Kollegin Alexandra Neldel hat sich als Soap-Figur zum Privatsender Sat.1 orientiert und konnte schon in den ersten Tagen mit der Telenovela "Verliebt in Berlin" beim Publikum punkten. Autor David Safier soll dagegen auch bei der Serie "Liebe, Liebe" die Dialoge beisteuern. In der letzten Staffel sind auch wieder Rhea Harder, Matthias Klimsa und Jan Sosniok zu sehen.

In der Auftaktfolge hat es Lolle nach Stuttgart verschlagen: Probezeit in einem Verlag, der an ihrem "Zoe"-Comic interessiert ist. Aber Stuttgart ist leider nicht wie Berlin. Oder hätte sich an der Spree jemand darüber aufgeregt, dass Lolle einen Kaugummi einfach mal auf die Straße spuckt? In Stuttgart jedenfalls provoziert der Kaugummi-Spuk einen mittleren Volksauflauf, bei dem sich Lolle mächtig mit einer älteren Dame in die Wolle kriegt. Schade, dass ausgerechnet Verleger Dinkel Zeuge dieses Skandals ist. Denn ihm muss Lolle kurze Zeit später ihre Zeichnung vorlegen.

DPA / DPA