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Solidaritäts-Aktion: "Die Känguru-Chroniken" gibt's ab sofort als Stream – warum das auch die Kinos freut

Mehr als eine halbe Million Menschen sahen die "Die Känguru-Chroniken" im Kino - dann kam Corona. Nun gibt es den Film digital für zu Hause. Wer diesen Film streamt, tut auch den Lichtspielhäusern etwas Gutes.

"Die Känguru-Chroniken": Schauspieler Dimitrij Schaad als Kleinkünstler Marc-Uwe

"Die Känguru-Chroniken": Schauspieler Dimitrij Schaad als Kleinkünstler Marc-Uwe

"Die Känguru-Chroniken" waren auf dem bestem Weg zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres: Allein in der Startwoche strömten 450.000 Menschen in die Kinos, die Komödie von Regisseur Dani Levy kletterte sofort auf Platz 1 der Charts. Doch das Coronavirus bereitet dem Erfolgszug ein jähes Ende. Anstatt zuletzt in 724 Lichtspielhäusern war die Verfilmung von Marc-Uwe Klings Bestseller zuletzt nur noch an zwei Orten zu sehen: den Autokinos in Kornwestheim und in Essen. 

Das bedeutet herbe finanzielle Einbußen, nicht nur für die Produzenten des Films, auch den Kinos entgehen Hunderttausende durch das Ausbleiben von Zuschauern. Darauf hat die Produktionsfirma X-Filme nun mit einer besonderen Aktion reagiert: Ab Donnerstag, 2. April, sind "Die Känguru-Chroniken" als Stream auf verschiedenen Video-on-Demand-Portalen abrufbar.

"Die Känguru-Chroniken" kommen wieder ins Kino

Das Besondere: Als Zeichen der Solidarität sollen die Kinos an den digitalen Erlösen beteiligt werden. Die Zuschauern müssen für den Stream etwas mehr entrichten als üblich, dafür soll aber "ein maßgeblicher Betrag" an die Lichtspielhäuser fließen, die das Werk zum Kinostart so enthusiastisch unterstützt haben. "Gemeinsam mit Vertretern der Kinos haben wir uns auf diese Sonderregelung verständigt, um den Film ausnahmsweise früher als üblich, digital verfügbar zu machen", heißt es in einer Presseerklärung. Trotzdem gelte weiterhin die Formel "Cinema first". Sobald die Kinos wieder öffnen dürfen, soll der Film deshalb auch wieder auf auf die große Leinwand zurückkehren. "Und zwar mit einer neuen, natürlich känguru-typischen Überraschung", kündigen die Produzenten an.

Mann mit Kühl-Augenmaske, Känguru

Auch das Känguru kommt in der Pressemitteilung zu Wort - und verrät den Preis: 17 Euro soll das Streamen der Komödie kosten. "Ich weiß, was ihr denkt. Das sind ja 34 Mark", wird das Beuteltier zitiert. Der ungewöhnlich hohe Preis erklärt die Kunstfigur damit, dass es sich um einen Soli-Preis handelt, der ein digitales Kinoticket darstellen soll. "Wenn die Kinos wieder aufmachen, bringen wir den Film auch noch mal auf die große Leinwand. Und zwar aufgemotzt. Es gibt dann nämlich ... Aber das soll ich noch nicht verraten."

Wer "Die Känguru-Chroniken" noch nicht gesehen hat, kann dies nun also zügig nachholen - oder die Wiedereröffnung der Kinos hoffen. Beides dürfte sich lohnen.

che