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Schockierte Zuschauer: "Joker"-Premiere in den USA: Viele Kinogänger sind entsetzt über die Brutalität

Der Blockbuster "Joker" ist kein klassischer Horrorfilm, bereitet mit seiner Thematik und seiner düsteren Erzählweise aber offenbar vielen sensibleren Zuschauern Probleme. Auf Twitter berichten einige von ihnen, warum sie das Kino mittendrin verlassen mussten.

Joaquin Phoenix als "Joker" im aktuellen Kinofilm

Dass ein Film über die Ursprünge des brutalen Comic-Verbrechers Joker keine leichte Kost werden würde, das dürfte jedem bewusst sein. Der gleichnamige Film mit Joaquin Phoenix, der am Wochenende in den USA anlief, ist zudem erst ab 16 freigegeben. Wie düster und brutal der Streifen jedoch wirklich ist, hat viele Kinogänger in den USA dann doch überrascht – und überfordert. Offenbar ging der Film vielen Zuschauern näher, als sie erwartet hatten. Obwohl sie zumindest grob wussten, worauf sie sich eingelassen hatten.

Viele Zuschauer reagierten schockiert

Auf Twitter berichten gerade viele US-Kinofans davon, wie sie auf den Film reagierten. Zwischen flammendes Lob und begeisterte Kritiken mischen sich immer wieder Tweets, die besagen: Das war zu krass, das hat mich mental zu sehr mitgenommen – ich musste rausgehen. So wie Troy Thomas, der schreibt: "Stell dir vor, dass du glaubst, 'Joker' wäre gruselig. Aber er ist nicht einfach nur gruselig, sondern so gruselig, dass du den Kinosaal verlassen musst." Etwas verlegen fügt er #Überreaktion hinzu – aber ist es eine? Troy ist schließlich nicht allein mit seinem Geständnis.

"Ich brauche nach diesem Film eine Psychotherapie", schreibt auch Andrew. Andere fordern, dass der Film eine Triggerwarnung für Menschen mit psychischen Problemen bräuchte. "An alle, die an Depressionen oder anderen psychischen Störungen leiden: Bitte seid gewarnt. Ich hatte nach 20 Minuten eine verdammte Panikattacke", schreibt etwa Twitter-Nutzerin Hodoh.

Vorsicht, wenn mentale Probleme bestehen

Sie ist nicht die einzige, der der düstere Blockbuster so zusetzte. "Ich bin gerade aus dem 'Joker' rausgegangen", schreibt Sam. "Vielleicht, weil ich mit jemandem zusammenlebe, der mentale Probleme hat. Es war viel zu düster für mich, ich konnte es mir nicht ansehen."

Während also zahllose Menschen den Film, der am Donnerstag auch in den deutschen Kinos anläuft, feiern, mit Lob überhäufen und den Oscar für den Hauptdarsteller Joaquin Phoenix fordern, können andere den Streifen einfach nicht ertragen. Ist das merkwürdig? Nein – schließlich mag und verkraftet jeder von uns unterschiedliche Dinge, und niemand sollte sich etwas zumuten, das ihm nicht gut tut, nur weil alle anderen es großartig finden. So sieht das auch Twitter-Nutzer Ya Boi:

Trotzdem gigantische Einnahmen in den USA

"Wenn du aus dem 'Joker' rausgegangen bist, weil du ihn 'zu düster' fandest, dann muss ich dir etwas sagen", schreibt er. "Das ist absolut in Ordnung, weil nicht jeder von uns dieselbe Art von Unterhaltung mag. Es gibt keinen Grund, dich durch etwas zu quälen, das dir schlechte Gefühle bereitet. Bleib dir treu!"

Der Film, dem ein gigantischer PR-Hype vorausgeeilt war, spielte trotz dieser Rückmeldungen in den ersten Tagen schon mehr als 93 Millionen US-Dollar ein.