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64. Berlinale: Der Goldene und Silberne Bär gehen nach China

Der Goldene Bär der 64. Berlinale geht nach China. Den Hauptpreis der Berlinale gewann am Samstagabend der Krimi "Bai Ri Yan Huo" (Schwarze Kohle, dünnes Eis) von Yinan Diao.

Der Goldene Bär der 64. Berlinale geht in diesem Jahr nach China: Den Hauptpreis gewann am Samstagabend der Krimi "Bai Ri Yan Huo" (Schwarze Kohle, dünnes Eis) von Yinan Diao.

Der Große Preis der Jury geht an Wes Andersons "Grand Budapest Hotel". Der US-Regisseur erhielt am Samstagabend in Abwesenheit den Silbernen Bären für seine mit Stars wie Ralph Fiennes, Bill Murray und Willem Dafoe besetzte Komödie.

Der deutsche Wettbewerbsbeitrag "Kreuzweg" hat bei der diesjährigen Berlinale den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhalten. Der Regisseur und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann und Anna Brüggemann nahmen die Auszeichnung am Samstagabend in Berlin entgegen.

Als bester Schauspieler erhielt der Chinese Liao Fan den Silbernen Bären für seine Rolle in "Bai Ri Yan Huo". Die Japanerin Haru Kuroki gewann den Preis für ihre Schauspielleistung in "Chiisai Ouchi" (The Little House).

cf/DPA/DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo