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Berlinale: Südafrikanischer Film gewinnt

Völlig überraschend hat der südafrikanische Film "U-Carmen eKhayelitsha" den Goldenen Bären bei der Berlinale gewonnen. Auch Julia Jentsch gehörte zu den Gewinnern.

Der südafrikanische Film "U-Carmen eKhayelitsha" von Mark Dornford-May hat bei der Berlinale überraschend den Golden Bären gewonnen. Das teilte die Jury der 55. Internationalen Filmfestspiele Berlin am Samstag mit. Zwei Silberne Bären gingen an den deutschen Wettbewerbsbeitrag "Sophie Scholl - Die letzten Tage": Julia Jentsch, 26, wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet, Marc Rothemund erhielt den Preis für die beste Regie.

Mit der Filmadaption der Bizet-Oper, die in einem südafrikanischen Township spielt, setzte sich bei den Goldenen Bären ein absoluter Außenseiter durch. Als bester Hauptdarsteller wurde der 19 Jahre alte Amerikaner Lou Taylor Pucci in seiner ersten Kinorolle ausgezeichnet ("Thumbsucker"). Der große Preis der Jury ging an den chinesischen Beitrag "Peacock".

In dem Film des deutschen Regisseurs Rothemund geht es um die letzten Tage im Leben der 1943 hingerichteten Widerstandskämpferin und Mitbegründerin der Weißen Rose. Bei den Filmfestspielen hatte Jentsch ("Die fetten Jahre sind vorbei") bereits viel Lob für ihre Darstellung bekommen.

DPA / DPA