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Interview

Julia Jentsch in "Das Verschwinden": "Dass ein Kind verschwindet, ist der absolute Albtraum aller Eltern"

Julia Jentsch spielt in der neuen Mini-Serie "Das Verschwinden" die Hauptrolle: Eine Mutter, die sich gegen alle Widerstände auf die Suche nach ihrer Tochter macht. Eine Thema, das ihr nahe ging, wie sie dem stern erzählt.

Das Verschwinden

Julia Jentsch als verzweifelte Mutter Michelle Grabowski in "Das Verschwinden"

Ein bisschen "Twin Peaks", ein bisschen "True Detective" - aber ganz sicher kein schnöder deutscher TV-Krimi: Die neue ARD-Serie "Das Verschwinden" begeistert mit hochwertigen Bildern, einer fesselnden Atmosphäre und fantastischen Schauspielern. Im Mittelpunkt steht die allein erziehende Mutter Michelle Grabowski, gespielt von Julia Jentsch. Sie lebt in einem tristen Dorf an der Grenze zu Tschechien, arbeitet dort als Altenpflegerin - und muss plötzlich feststellen, dass ihre erwachsene Tochter Janine ihr etwas verheimlicht. Als Janine verschwindet, begibt sie sich verzweifelt auf die Suche nach ihr.

Mit dem stern sprach Julia Jentsch über ihre Rolle und darüber, wie sich ihre Karriere über die Jahre verändert hat.

Frau Jentsch, Sie sind 39 Jahre alt und spielen in "Das Verschwinden" die Mutter einer 20-Jährigen. Hat sie das Angebot überrascht? 

Nein, auch wenn ich selbst eine viel jüngere Tochter habe. Klar hab ich mich auch gefragt, ob man mir das abnimmt, aber rein rechnerisch kommt es hin. Der Regisseur Hans-Christian Schmid hat schon im Casting beschrieben, wie er sich diese Mutter-Tochter-Beziehung vorstellt. Eben sehr nah, fast verschmolzen, es könnte auch eine große Schwester sein.

Eine aktuelle Studie hat gerade belegt, dass in Film und Fernsehen Frauen über 30 kaum noch vorkommen. Merken Sie das an den Rollenangeboten?

Bis jetzt habe ich zum Glück das Gefühl, dass die Rollen mit mir mitwachsen. Auch jenseits der 35 gibt es viel zu entdecken und zu erzählen! Ich hatte sogar eher den Eindruck, dass es Mut macht, wie sich das Berufsbild in den letzten Jahren entwickelt hat. Als ich an der Schauspielschule anfing hieß es damals, dass es für Frauen mit 30 oder 40 im Film und Theater schwierig wird. Aber mittlerweile werden auch in Hollywood viele Geschichten erzählt mit älteren Menschen. Deswegen überrascht und erschreckt mich diese Studie auch, denn meine Wahrnehmung war eine andere. Aber klar, die Tendenz ist immer noch so, dass häufiger Männergeschichten erzählt werden.

Wie gehen Sie damit um, wenn mal keine Angebote reinkommen?

Es gab bei mir immer Phasen, in denen es mal mehr oder weniger Angebote gab. Wo ich dachte: Ob mich jemals wieder ein Drehbuch interessieren wird? Wo sind die spannenden Geschichten? Dann sage ich mir immer, dass das zum Beruf dazugehört. Und manchmal beschäftigen mich im Leben gerade so viele andere Dinge, dass ich es gar nicht so schlecht finde, wenn es ruhiger wird. Dann bin ich wieder sehr ungeduldig - aber das war ich zum Glück schon lange nicht mehr.

ARD-Serie "Das Verschwinden": Die dunklen Geheimnisse einer Kleinstadt
Das Verschwinden

"Das Verschwinden" ist eine achtteilige Serie, die das Erste ab dem 22. Oktober an vier Abenden um 21.45 Uhr in Doppelfolgen zeigt. Regie führt der bekannte Filmemacher Hans-Christian Schmidt. Der ist bislang mit Kinoproduktionen in Erscheinung getreten, darunter "Nach Fünf im Urwald", "23", "Crazy", "Lichter" oder "Requiem". Jetzt gibt er sein Debüt als Serien-Regisseur. Wie der Titel andeutet, geht es um eine verschwundene Person: Die 20-jährige Janine Grabowski (Elisa Schlott) ist eines Tages wie vom Erdboden verschluckt. Die filmische Inszenierung des vermissten Mädchens erinnert ein wenig an Laura Palma aus "Twin Peaks" von David Lynch. Doch anders als dessen Serie enthält "Das Verschwinden" keine Mystery-Elemente und ist frei von dem surrealen Touch, den David Lynchs Werk auszeichnet. Vielmehr ist der Achtteiler fest in der Realität verortet.


Was hat Sie an "Das Verschwinden" gereizt?

Ich fand den Lebensentwurf dieser Figur sehr spannend, da kommt man schon ins Grübeln: Wie wäre mein Leben verlaufen, wäre ich so früh Mutter geworden? Kann ich mir das vorstellen? Das hat mich neugierig gemacht.

Sie sind selbst Mutter einer Tochter - ging Ihnen die Thematik dadurch besonders nahe?

Dass ein Kind verschwindet, ist der absolute Albtraum aller Eltern. Das ist sicherlich einer der schlimmsten Sachen, die man sich vorstellen kann. Und besonders als Mutter ist es ein Schock, wenn man merkt, dass etwas verheimlicht wurde und die Beziehung nicht ehrlich war, weil man dem Kind so nahe ist. Das Bedürfnis, alles richtig zu machen, ist als Elternteil groß.

"Das Verschwinden" läuft in vier Doppelfolgen am 22., 29., 30. und 31. Oktober, jeweils um 21:45 Uhr im Ersten.

sst
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(