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DEUTSCHER FERNSEHPREIS: Scholl-Latour wird mit Sonderpreis geehrt

Für seine kritischen Reportagen wird Peter Scholl-Latour am 6. Oktober bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises mit dem Sonderpreis geehrt.

Peter Scholl-Latour erhält bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Fernsehpreises am kommenden Samstag in Köln den Sonderpreis. Dies teilten heute die Stifter des Fernsehpreises mit. Der Journalist und Autor sei durch seine »kritische Berichterstattung aus fast allen Krisengegenden der Welt eine außerordentliche Erscheinung«.

Peter Scholl-Latour - eine vielseitige Journalisten-Karriere

Der 1924 in Bochum geborenen Scholl-Latour erwarb neben der Promotion an der Sorbonne und dem Diplom am »Insitut National des Sciences Politiques« auch das Diplom für arabische und islamische Studien an der Libanesischen Universität Beirut. Seit 1950 arbeitete er unter anderem viele Jahre als Fernsehkorrespondent in Afrika und Südostasien, als Studioleiter in Paris, als Fernsehdirketor des WDR und als Herausgeber des »Stern«. Zu seinen größten Erfolgen als Buchautor zählen die Bestseller »Der Tod im Reisfeld« und »Lügen im heiligen Land«. Im November erscheint sein neues Werk »Afrikanische Totenklage«. Darin resümiert er die leidvolle Entwicklung Afrikas der letzten Jahrzehnte.

Senderübergreifende Ehrung herausragender Fernsehleistungen

Der Deutsche Fernsehpreis wird am 6. Oktober bereits zum dritten Mal verliehen. ARD, ZDF, RTL und Sat.1 haben den Preis 1998 gemeinsam ins Leben gerufen. Ziel der Auszeichnung ist, die Qualität der Fernsehprogramme zu fördern und hervorragende Leistungen zu würdigen. Die Auszeichnung wird in bis zu 29 Kategorien verliehen, etwa beste SchauspielerIn oder Regie für die verschiedenen Fernsehformate. Jedes Jahr übernimmt eine der vier Fernsehanstalten die Ausrichtung der Premiere. In diesem Jahr ist Sat.1 an der Reihe. Die Moderatoren Anke Engelke und Hape Kerkeling erwarten 1.300 Zuschauer zur Premieren-Gala im Kölner Coloneum. Sat.1 zeigt die Gala am 7. Oktober um 20.15 Uhr.