HOME

Emmy-Awards: Der Triumph von Dresden

Die im Vorfeld hoch gehandelten deutschen Comedy-Serien "Berlin, Berlin" und "Ohne Worte" gingen leer aus. Dagegen konnte sich ein deutscher Beitrag in der Kategorie Dokumentation durchsetzen.

Die ZDF-Dokumentation "Das Drama von Dresden" über die Bombardierung der Elbstadt vor 60 Jahren ist in der Nacht zum Dienstag in New York mit einem Internationalen Emmy ausgezeichnet worden. Deutsche Comedy überzeugte dagegen nicht: Weder die ARD-Vorabendserie "Berlin, Berlin" noch die RTL-Sketch-Serie "Ohne Worte" mit Bastian Pastewka konnte einen Preis mit nach Hause nehmen. Die Internationale Fernsehakademie zeichnete stattdessen die britische Serie "The Newsroom" aus. Im vergangenen Jahr hatte "Berlin, Berlin" einen Internationalen Emmy gewonnen.

Regisseur Sebastian Dehnhardt und ZDF-Redakteur Guido Knopp nahmen bei dem Galaabend im Hilton-Hotel in Manhattan die Auszeichnung für die beste Dokumentation entgegen. "Das ist der letzte Preis, den ich unbedingt noch gerne haben wollte. Er zeigt, dass Dokumentationen aus Deutschland im internationalen Vergleich bestehen können", sagte Knopp nach der Verleihung. "Das Drama von Dresden" setzte sich gegen drei andere Produktionen aus Chile, Frankreich und Dänemark durch. Vor zwei Jahren war Dehnhardts Trilogie "Stalingrad" ebenfalls für einen Internationalen Emmy nominiert worden, damals allerdings leer ausgegangen.

DPA / DPA