Fatih Akin Kurz und schmerzlos


Fatih Akin, Gewinner des Goldenen Berlinale- Bären, ist in seinen Filmen immer ganz nah am Leben dran. Kopflastige Filme sind sein Ding nicht. Die Schwierigkeiten der Integration zum Beispiel arbeitete er lieber im Stil eines Gangsterfilms auf.

Fatih Akin, Gewinner des Goldenen Berlinale- Bären, ist in seinen Filmen immer ganz nah am Leben dran. Der Sohn türkischer Eltern beeindruckte Kritik und Zuschauer bereits 1998 mit seinem Spielfilmdebüt "Kurz und schmerzlos". Darin erzählt der Regisseur die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem Türken, einem Griechen und einem Serben in Hamburg-Altona, seiner eigenen Heimat.

Die Schwierigkeiten der Integration arbeitet er dabei nicht als kopflastiges Thema, sondern im Stil eines Gangsterfilms auf. Der Film erhielt neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen auch den Adolf-Grimme-Preis 2001.

Bereits als Jugendlicher wollte Akin zum Film. Nach dem Abitur begann er mit dem Studium an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste. Seit 1993 stand er mit kleinen Rollen für zahlreiche TV- Produktionen vor der Kamera, doch hatte er es bald satt, den "Türken vom Dienst" zu spielen. Er begann, eigene Kurzfilme zu drehen.

Für seinen zweiten Spielfilm nach "Kurz und schmerzlos" verließ er das Milieu der Einwanderer. In der Liebeskomödie "Im Juli" (2000) verpflichtete er Stars wie Moritz Bleibtreu und Christiane Paul und wechselte das Genre.

Bei seinem dritten Spielfilm "Solino" (2002) schrieb Akin erstmals nicht selbst das Drehbuch. In der Geschichte um eine italienische Familie, die in den 60er Jahren ins Ruhrgebiet einwandert, stand erneut Moritz Bleibtreu vor der Kamera. Beim Berlinale-Gewinner "Gegen die Wand" zeichnete Akin wieder selbst für das Drehbuch verantwortlich.

Auf der 54. Berlinale zeigte sich Akin als unprätentiöser Gesprächspartner. Mit dem Victory-Zeichen nahm er den Applaus der versammelten Journalisten bei der Pressekonferenz für "Gegen die Wand" entgegen. In Jeans und Kapuzenjacke schritt er bei der feierlichen Premiere seines Films über den roten Teppich vor dem Berlinale-Palast. Er habe vor lauter Interviews und Terminen einfach keine Zeit gehabt, sich umzuziehen, meinte er.


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