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Film mit Ethan Hawke und Patricia Arquette: 12 Jahre Drehzeit für "Boyhood"

39 Drehtage in 12 Jahren und heraus kam ein hochgelobter Film mit Ethan Hawke und Patricia Arquette. Regisseur Richard Linklaters Faszination vom Verstreichen der Zeit wird in "Boyhood" erneut belegt.

Der aus Texas stammende Regisseur Richard Linklater ist fasziniert vom Verstreichen der Zeit. Bekannt ist er etwa durch seine Trilogie "Before Sunrise", "Before Sunset" und "Before Midnight". Für seinen bei der Berlinale 2014 gefeierten Film "Boyhood" (Silberner Bär für die beste Regie) hat er über einen Zeitraum von zwölf Jahren mit dem gleichen Darstellerensemble zusammengearbeitet. Jedes Jahr traf man sich für einige Drehtage.

"Boyhood" erzählt die Jugend eines texanischen kleinen Jungen, Mason, der am Ende 18 Jahre alt ist. Ethan Hawke ("Gattaca") spielt Masons Vater, Patricia Arquette ("Lost Highway") dessen Mutter.

Kleine Episoden von Masons Jugend

Mason ist ein verträumter und doch aufgeweckter, recht normaler sechsjähriger Junge, der im Unterwäschekatalog blättert, der sich mit seiner älteren Schwester Samantha (gespielt von Linklaters Tochter Lorelei) kabbelt, der bisweilen einfach nur versonnen in den texanischen Himmel blickt. All die Veränderungen aber und Probleme, die das Leben in der Kindheit und Jugend so mit sich bringt, die hinterlassen auch bei Mason ihre Spuren: der Umzug nach Houston mit Mutter und Schwester, das plötzliche Wiederauftauchen seines leiblichen Vaters, die Brutalität des Stiefvaters, die Wirrnisse der Pubertät und der ersten Liebe, die Frage, wie es weitergeht nach der Schule. Linklater hat für uns Masons Jugend in viele kleine Episoden zerlegt; zwölf für seinen Protagonisten und dessen Erwachsenwerden immens wichtige Jahre.

Das Miteinander der Darsteller ist so rührend wie von Anfang an überzeugend. So ist es großartig zu sehen, wie Ellar Coltrane als weitgehend unerfahrener sechsjähriger Schauspieler loslegt, um im Verlauf des Films nicht nur mit seiner Rolle mit-, sondern auch sukzessive in diese hineinzuwachsen. Ethan Hawke ist toll als zwar bemühter, dabei jedoch stets lässiger (er fährt eine schwarze PS-Bombe) Teilzeit-Dad.

Tatsächlich überraschend aber ist Patricia Arquettes Spiel, die man in den vergangenen Jahren so wenig gesehen hat auf der Kinoleinwand. Die Entwicklung, die ihre Samantha in "Boyhood" durchläuft - von der völlig überforderten, alleinerziehenden Mutter zur selbstbewussten Uni-Dozentin - wird von Arquette mit großer Leidenschaft nicht nur dargestellt, sondern spürbar gemacht.

Kinotrailer: "Boyhood"

"Boywood"-Wunder in nur 39 Drehtagen

"Boyhood" ist mehr als die gewöhnliche Coming-of-Age-Story amerikanischer Prägung: epische Filmerzählung genauso wie geglücktes Experiment, fiktive Chronik einer Jugend genauso wie eine Art von Langzeit-Doku. Linklater, den als Filmemacher die Frage, was das Vergehen der Zeit mit uns macht, sehr beschäftigt (siehe auch: seine "Before"-Trilogie mit Julie Delpy und Ethan Hawke), zeigt uns in "Boyhood" nicht weniger als das Leben.

Dass es hierzu nur 39 über zwölf Jahre verteilter Drehtage bedurfte, macht das "Boyhood"-Wunder noch größer. Auch kann man den Mut des Regisseurs kaum genug hervorheben angesichts der Tatsache, was über die Jahre alles hätte schief gehen können: Wäre etwa Hauptdarsteller Coltrane auf halber Strecke abgesprungen, Linklater hätte seinen "Boyhood" begraben müssen. Von der schwierigen Finanzierung eines dermaßen langen Projektes ganz zu schweigen.

So handelt es sich bei "Boyhood" bis auf Widerruf um den couragiertesten, den gelungensten und besten Film des Jahres. Trotz der mehr als zweieinhalb Stunden an Spielzeit und der ja eigentlich ganz durchschnittlichen Begebenheiten, die Linklater uns hier vor Augen führt, fühlt man sich zu keiner Zeit gelangweilt oder unterfordert. "Boyhood" lässt einen schließlich sehr glücklich zurück und sehr traurig zugleich: Glücklich darüber, dass man ein derart lebensnahes, derart außergewöhnliches Kinostück hat sehen dürfen.

(Boyhood, USA 2014, 163 Min., FSK ab 6, von Richard Linklater, mit Ellar Coltrane, Ethan Hawke, Patricia Arquette)

awö/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(