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TV-Tipp 8.8.: "Harry Potter und der Feuerkelch": Harry Potter und der künftige "Twilight"-Vampir

Im vierten "Harry Potter"-Film tauchte neben Daniel Radcliffe erstmals ein gewisser Robert Pattinson auf. Er sollte die nächsten Jahre nicht mehr verschwinden. Unser TV-Tipp des Tages.

"Harry Potter und der Feuerkelch"
20.15 Uhr, RTL II
FANTASY Ich habe zwar nie nachts verkleidet in Buchhandlungen auf den nächsten neuen "Harry Potter"-Roman gewartet - dafür war ich dann doch zu alt - aber verschlungen habe ich die Bücher trotzdem. Ebenso die Filme. J.K. Rowlings magische Welt macht sich auf der Leinwand einfach großartig. Allein die Zauberschule Hogwarts mit ihren verwinkelten Gängen, dem altmodischen Speisesaal und den vor Requisiten strotzenden Schulzimmern ist optisch ein Erlebnis. Was mich im Nachhinein auch fasziniert, ist, dass wir als Zuschauer den Hauptdarstellern beim Erwachsenwerden zusehen konnten.

Lange vor Richard Linklaters übrigens absolut fantastischem Film "Boyhood" erlebten wir Potter-Fans die schauspielerische Entwicklung von jungen, unbekannten Darstellern. "Harry Potter und der Feuerkelch" von 2005 ist deshalb so besonders, weil Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint hier erstmals ihre Persönlichkeiten ins Spiel bringen. Man merkt einfach, dass die drei Profis geworden und der Aufgabe gewachsen sind.

Radcliffe, gerade süße 16 Jahre alt, muss als Harry sein bis damals düsterstes Abenteuer überstehen: Beim trimagischen Turnier tritt er gegen eine Auswahl von Austauschschülern an, muss unter anderem gegen einen Drachen kämpfen und erlebt die Auferstehung des bösen Lord Voldemords hautnah mit. Ganz nebenbei gibt es erste schüchterne Annäherungen mit einem Mädchen auf dem Schulball und einen großen Streit mit seinem Kumpel Ron.

Im vierten "Potter"-Film ist mir außerdem zum ersten Mal ein gewisser Robert Pattinson aufgefallen. Lange vor dem "Twilight"-Ruhm konnte der Brite als älterer Hogwarts-Schüler Cedric Diggory hier seine ersten schauspielerischen Schritte tun - und sie waren entscheidend. Als zwei Jahre später die "Twilight"-Produzenten in Hollywood händeringend nach einem Hauptdarsteller für ihre Vampir-Liebesgeschichte suchten, gingen sie jeden einzelnen Nebendarsteller der Potter-Filme durch. Und wurden fündig.

Zu "Harry Potter und der Feuerkelch" einschalten ist deshalb wie eine Zeitreise zu den Anfängen der britischen Hollywoodstars von heute. Und zurück in die Zeit, in der man selbst stundenlang mit dem neuesten Potter-Roman im Lesesessel verschwunden ist.

Ein TV-Tipp von stern-Redakteurin Sarah Stendel


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:

"Voll auf die Nüsse"
20.15 Uhr, RTL Nitro


KOMÖDIE White Goodman (Ben Stiller) lebt für sein Fitnessimperium Globo Gym. Nur die Muckibude von Peter (Vince Vaughn) steht seinen Welteroberungsplänen noch im Weg. Zum Glück ist der Konkurrent pleite. Rettung erhofft sich Peter durch das Preisgeld eines Völkerballturniers. Gegen die deutsche Mannschaft "Blitzkrieg" (Trainer: David Hasselhoff) kann er noch bestehen. Im Finale aber wartet Goodman… Ben Stiller reicht Vince Vaughn etwa bis zur Brustwarze. Beim Dreh zu der herrlich bekloppten Sportfilmparodie hauten seine Bälle drei Kameras um. 2013 bewies Stiller, dass er neben Klamauk auch Kunst kann – mit dem wunderbaren Film "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty". (bis 22.00)

Fliegende Fische müssen ins Meer
20.15 Uhr, Eins Festival


TRAGIKOMÖDIE Weil sie ihre chaotische Mutter (Meret Becker) nicht länger erträgt und vom Jugendamt nichts wissen will, sucht die 15-jährige Nana (gut: Elisa Schlott) den richtigen Mann für Mama. – Schwer skurril: Das Regiedebüt erstickt fast an schrägen Ideen. (bis 21.35)

60 Jahre Rock & Pop
23.00 Uhr, RTL


MUSIK 2. Folge: 1970–1980. David Bowie, Pink Floyd, Abba, Deep Purple, Queen, Sex Pistols, Bee Gees. Die Liste großer Namen und unterschiedlichster Stilrichtungen ist ewig lang. Thomas Gottschalk kommentiert die Zeitreise und steuert launige Anekdoten bei. (bis 0.00)

Girls in Popsongs
0.00 Uhr, WDR


DOKU Buddy Holly besang "Peggy Sue", Leonard Cohen "Suzanne", und die Stones waren "Miss Amanda Jones" verfallen. Wer sind die Frauen, die Rockmusiker zu Liebesschwüren inspirierten? Wie veränderten die Songs ihr Leben? Markus Heidingsfelder hat ein paar "Unsterbliche" besucht. (bis 0.45)