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FILMFEST: Goldene Bären aus der Hauptstadt

Deutsche und französische Filme bilden den Schwerpunkt der diesjährigen Berlinale. 18 Weltpremieren und drei Regiedebüts gibt es zu sehen - außerdem Werke von den Altmeistern Charlie Chaplin und Milos Forman.

Vier deutsche Filme konkurrieren vom 6. bis zum 17. Februar bei der diesjährigen Berlinale um den »Goldenen Bären«. Zu den Wettbewerbern aus Deutschland zählen Christopher Roths Biografiefilm »Baader« über den RAF-Terroristen Andreas Baader und die Tragik-Komödie »Halbe Treppe« von Andreas Dresen. Der neue Festival-Leiter Dieter Kosslick übertraf damit sein Ziel, mindestens drei deutsche Beiträge im Wettbewerb zu zeigen. Insgesamt laufen 23 Filme im Wettbewerbsprogramm, davon neun außer Konkurrenz. In diesem Jahr werden 18 Weltpremieren und drei Regiedebüts zu sehen sein. Der Film »Heaven« des deutschen Regisseurs Tom Tykwer eröffnet die Berlinale am 6. Februar.

Zwei mal Cate Blanchett

Mit Dominik Grafs »Der Felsen« feiert neben »Heaven« ein weiterer deutscher Wettbewerbsfilm auf der Berlinale seine Weltpremiere. Die weiteren Wettbewerbsfilme kommen unter anderem aus Spanien, Griechenland, Großbritannien, Australien, der Ukraine, Frankreich und Japan. Im US-Wettbewerbsfilm »The Shipping News« (Die Schiffsmeldungen) von Regisseur Lasse Hallström spielen Kevin Spacey, Julianne Moore und Cate Blanchett, die auch in Tykwers »Heaven« zu sehen ist. Auch zehn Kurzfilme laufen im Wettbewerb. Neben dem Wettbewerbs-Programm gibt es weitere Berlinale-Sparten, etwa für Autoren- oder Kinderfilme.

Wiedersehen mit Chaplin und Forman

In einer Gala-Vorführung wird während des Festivals eine vom Regisseur Milos Forman überarbeitete Version (»Director?s Cut«) seines Kinoerfolgs »Amadeus« gezeigt. Als Abschlussfilm wird eine neue Kopie von Charlie Chaplins Filmklassiker »The Great Dictator« (Der große Diktator) aufgeführt. Dabei wird die Familie Chaplin anwesend sein.

Zu der diesjährigen Berlinale erwartet Kosslick einen neuen Besucher-Rekord. Er rechne damit, dass insgesamt 420.000 Karten verkauft würden und 3.400 Journalisten aus rund 80 Ländern anreisten. »Die Berlinale ist das einzige Festival, wo nicht nur Künstler und die Filmwirtschaft anwesend sind, sondern auch das normale Publikum kann sich hier Karten kaufen«.