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"Goldene Himbeere": Zum Jaulen: "Cats" ist der schlechteste Film des vergangenen Jahres

Die Musical-Verfilmung "Cats" hat gleich sechs Trophäen des Schmähpreises "Golden Himbeere" erhalten. Besonders bitter dürfte das für Regisseur Tom Hooper sein - denn er gewann bereits einen Oscar.

Taylor Swift im Film "Cats"

Taylor Swift im Film "Cats". Die Sängerin übernahm eine Rolle und steuerte mehrere Songs bei.

Picture Alliance

Die geplante Bekanntgabe der Hollywood-Schmähpreise "Goldene Himbeeren" vor einem Publikum war am Wochenende wegen der Coronavirus-Krise abgesagt worden. Doch nun haben die Verleiher der "Razzies" (kurz für Raspberry/Himbeere) doch noch die Spott-Preisträger benannt. Das von Kritikern verrissene Filmmusical "Cats" ist mit sechs Trophäen der große "Gewinner". Das verkündeten die Juroren in einer Videobotschaft auf Youtube.

Die Kinoverfilmung von Andrew Lloyd Webbers Musical-Klassiker unter der Regie von Tom Hooper holte unter anderem die Schmähpreise für schlechtester Film, Regie und Nebendarsteller Rebel Wilson und James Corden. Besonders bitter dürfte die Auszeichnung für Regisseur Hooper sein. 2011 holte der Brite noch den Regie-Oscar für seinen Film "The King's Speech". Auch den Film "The Danish Girl", für den Alicia Vikander einen Oscar gewann, verantwortete Hooper.

"Goldene Himbeere" für John Travolta und Hilary Duff

Als schlechteste Hauptdarsteller wurden John Travolta ("The Fanatic" und "Trading Paint") und Hilary Duff ("The Haunting of Sharon Tate") ausgewählt. Der brutale Action-Streifen "Rambo: Last Blood" holte zwei Preise, als schlechteste Fortsetzung und in der neuen Filmsparte "rücksichtslose Missachtung von Menschenleben und Gemeingut". 

Die neue Netflix-Doku über Taylor Swift bietet intime Einblicke ins Leben der Sängerin.

Die "Razzies" wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Nach Angaben der Gruppe stimmen mehr als 1100 Mitglieder aus den USA und zwei Dutzend weiteren Ländern ab. Die Nominierten bleiben der Witz-Show normalerweise fern. Eine Ausnahme machten "Catwoman" Halle Berry (2005) und Sandra Bullock, die 2010 den Spottpreis für "Verrückt nach Steve" persönlich abholte.

jum/DPA