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Kino-Desaster des Jahres: So lustig verreißen Kritiker den "Cats"-Film: "Das Schlimmste für Katzen, seit es Hunde gibt"

"Peinlich", "ein Schandfleck", "mit Leib und Seele eine Monstrosität" - die Kritiken zum neuen Musical-Film "Cats" fallen vernichtend aus. Der Streifen ist offenbar so schlecht, dass die Kritiker sich wortgewaltig darüber lustig machen.

Der "Cats"-Film wurde erst Stunden vor der Weltpremiere fertig

Der "Cats"-Film wurde erst Stunden vor der Weltpremiere fertig - genützt hat es offenbar nichts

"Meine Augen brennen. Oh Gott, meine Augen." So liest sich noch eine der netteren Kritiken über "Cats", die Verfilmung des wohl berühmtesten Musicals der Welt. Kommende Woche startet der Film mit Stars wie Taylor Swift, Judi Dench und Jason Derulo hierzulande in den Kinos. Doch glaubt man den ersten Rezensionen, kann man sich den Eintritt bedenkenlos sparen: Selten waren sich die Kritiker weltweit so einig, dass es sich um einen der schlimmsten Filme des Jahres handelt. Auf der Bewertungsplattform "Rotten Tomatoes" wurden 129 professionelle Kritiken ausgewertet - im Schnitt erreicht der Film 19 von 100 möglichen Punkten. Ein Desaster.

"Mit Leib und Seele eine Monstrosität"

Wortgewaltig beschreiben die Kritiker, warum der Film solch ein gigantischer Flop ist. Slashfilm schreibt: "Es gibt einen schmalen Grat zwischen Idiotie und Genialität und 'Cats' kotzt ein Haarknäuel darauf und reibt seinen Allerwertesten daran." Das renommierte Magazin "Variety" richtet den Blick auf das eigentlich vielversprechende Star-Ensemble, das für den Film vor der Kamera stand, und urteilt: "Cats" sei "ein Schandfleck im Lebenslauf großartiger Schauspieler und […] Stolperstein für vielversprechende Newcomer." pointiert fasst es Edward Douglas von "The Beat" zusammen: "Cats ist das Schlimmste, was Katzen seit Hunden passiert ist." Rumms.

Taylor Swift liegt im "Cats"-Film als rot getigerte Katze in einer Hängematte

Der ungewöhnliche, Videospiel-ähnliche Look des Musical-Films sorgte schon nach der Veröffentlichung des Trailers für Stirnrunzeln. Der scheint über die Länge von 111 Minuten noch anstrengender zu sein: "Man gewinnt nichts, in dem man 'Cats' in ein aufdringliches Computergrafik-Desaster verwandelt, dafür verliert man fast alles", urteilt die "Vanity Fair". Auch "Vulture" lässt kein gutes Haar an dem Streifen, der "mit Leib und Seele eine Monstrosität" sei.

Niemand lässt ein gutes Haar an dem Film

Netter liest es sich zunächst bei Alissa Wilkinson von "Vox": Der Film sei "im wahrsten Sinne des Wortes unglaublich", schreibt sie. Nur um dann nachzulegen: "Ich hoffe, ich muss ihn nie wieder sehen." Alan Corr vom irischen "RTE" vergibt die niedrigste mögliche Wertung: 0,5 von 5 Punkten. "Zuerst die volle Transparenz: Ich bin kein Katzenmensch. Und als zweites: Nachdem ich diese peinliche Film-Adaption von Andrew Lloyd Webbers 'Cats' gesehen haben, bin ich mir insgesamt nicht mehr so sicher, ob ich überhaupt noch ein Film-Mensch bin."

Ein millionenschweres Budget, die angesagtesten Stars ihrer Zeit und eine der bekanntesten Geschichten der Welt - wie konnte es nur zu diesem Desaster kommen? Das fragt sich auch die "New York Times", die sich in ihrer - selbstverständlich vernichtenden - Kritik wünscht, dass eines Tages eine Doktorarbeit analysieren möge, wie dieser Fehlschlag zustande kam.

Einige Twitter-Nutzer, die den Film in den USA bereits im Kino sehen konnten, bereuen es aber nicht, Eintritt dafür bezahlt zu haben. "Cats" sei "ein historischer Moment der Popkultur, von dem ihr noch euren Enkeln erzählen werdet."

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