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Hollywood-Streik: Neuer Vertrag für Drehbuchautoren

Die Drehbuchautoren in Hollywood haben mit überwältigender Mehrheit einen von der Gewerkschaft WGA ausgehandelten Vertrag mit den Film- und TV-Studios angenommen. Damit erhalten sie eine bessere Beteiligung an den Einnahmen aus der Verwertung ihrer Arbeit in digitalen Medien.

Vorausgegangen war ein 100-tägiger Streik, der Tausende Arbeitsplätze in der Filmindustrie blockierte und die TV-Saison sowie die Filmproduktion auch für Endverbraucher deutlich wahrnehmbar beeinträchtigte. Der Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahrem wurde nach Angaben der WGA vom Dienstag in einer schriftlichen Abstimmung von 93,6 Prozent der 4.000 teilnehmenden Mitglieder in Los Angeles und New York angenommen.

Demnach bekommen die Autoren als Honorar für Filme und Fernsehproduktionen im Internet in den ersten beiden Jahren des Vertrags 1.200 Dollar (800 Euro), im dritten zwei Prozent der Bruttoeinnahmen des Verleihers. "Das ist ein Neuanfang für die Autoren im Digitalzeitalter", sagte Patric Verrone, der Präsident der WGA im Westen der USA. Der Streik hatte am 5. November begonnen, er legte die Unterhaltungsbranche nahezu lahm.

Für beliebte Fernsehserien konnten keine neuen Folgen gedreht werden, die Gala für die Filmpreisverleihung der Golden Globes wurde abgesagt. Vor zwei Wochen hatten die Drehbuchautoren nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen die Arbeit wieder aufgenommen. Der Schaden allein für die Region Los Angeles wurde auf 2,5 Milliarden Dollar beziffert. Die WGA hat rund 10.500 Mitglieder, die von dem Streik betroffen waren.

AP