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Kino in der dritten Dimension: Brillen gegen Piraten

Schon wieder 3D? Schon wieder eine nervende Pappbrille mit bunten Plastikscheiben? 3D ja, aber anders: näher, größer, schöner. "Monsters vs. Aliens" soll den Markt aufreißen und nebenbei die Film-Piraterie erledigen. stern.de hat sich die Brille schon mal aufgesetzt.

Von Sophie Albers

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, als die Menschen noch Walkmen benutzten, Mobiltelefone kaum in einen Koffer passten, und Madonna ein Geheimtipp war, da zog in deutschen Kinosälen der Trend zum Dreidimensionalen ein. "Der weiße Hai" kam aus der Leinwand, so auch Jasons Messer im dritten "Freitag der 13."-Film und diverse Raumschiffe in diversen All-Abenteuern. 3D war in dieser kurzen Phase in den 80er Jahren fast ausschließlich Horror und Science Fiction vorbehalten. Und es war nur mit einer zweifarbigen Pappbrille zu sehen, die elendig nervte, weil die Bügel nicht hinter den Ohren blieben. Zudem war die Technik unausgereift: die Effekte ganz okay, aber nicht spektakulär, dafür sorgte das Bildflimmern für Kopfschmerzen. Niemanden hat es damals gestört, als die dritte Dimension wieder eingestampft wurde. Schon zum zweiten Mal nach einem kurzen Hype in 50er Jahren.

Knapp ein Vierteljahrhundert später ist alles anders - weil digital: Die Effekte sind nun tatsächlich so spektakulär, wie es die Filmplakate in den 80ern versprochen haben. Das Flimmern ist weg, die Bilder sind hell, kontrastreich, der Raumeindruck ist perfekt. Zwar muss man immer noch Brillen tragen, aber die sind nun aus Kunststoff und fallen nicht weiter auf, sobald sich die plastische Pracht auf der Leinwand entfaltet. Vor allem aber scheinen Regisseure und Effekt-Spezialisten etwas begriffen zu haben: Die Technik muss der Geschichte dienen, und nicht anders herum. Quer unter einem Flugzeugflügel zu hängen, mag eine tolle Perspektive sein, langweilt aber nach zehn Sekunden, wenn es nicht durch die Handlung motiviert ist. (siehe Technik-Kasten)

Gemäß dem Spruch: "Alle guten Dinge sind drei", wirft Hollywood in Zeiten der Kino- und Finanzkrise nun zum dritten Mal die dritte Dimension ins Rennen um die Filmzuschauer-Gunst. Und diesmal stehen die Chancen ganz gut, dass sie bleiben darf.

Revolution im Raum

Eine Revolution prophezeit gar Filmproduzent Jeffrey Katzenberg ("Shrek", "Madagascar"), die "größte Veränderung des Kinoerlebnisses seit der Einführung des Farbfilms". Sicher, der Dreamworks-Chef will seinen neuen Animationsfilm "Monsters vs. Aliens" bewerben, der von Anfang an in 3D gedreht wurde, doch steht er mit seiner Meinung nicht allein da. Ganz ähnlich hört sich John Lasseter, Leiter der Trickabteilung bei Disney/Pixar, dessen Animations-Abenteuer über den Superhelden-Hund "Bolt" ebenfalls in 3D erzählt wird. "Das ist der dritte 3D-Film, den Disney rausbringt, aber der erste, der von Anfang an als solcher gedacht war. Wir haben auf die Effekthascherei verzichtet - kein 'Uh, da fliegt dir was in 3D entgegen'. Wir haben es für die Geschichte genutzt. Es hüllt dich ein, du hast das Gefühl, wirklich im gleichen Raum zu sein wie die Figuren", sagt Lasseter. Und es gibt eine starke Ansage: Sowohl Dreamworks als auch Disney haben angekündigt, dass sie nur noch in 3D drehen wollen. Schließlich sei die neue Technik für jedes Genre geeignet - laut Katzenberg selbst für Dogma-Dramen.

In den USA rennen die Menschen derzeit in die Kinos wie seit 20 Jahren nicht mehr - und gerne auch in 3D-Filme, die in rund fünf Prozent der US-Kinos zu sehen sind. "In Krisenzeiten wächst die Unterhaltungsindustrie", wiederholt "Bolt"-Produzent Charles Spencer ein altbekanntes Hollywood-Motto. "Die Menschen wollen etwas, das ihnen erlaubt, der Realität zu entfliehen." Eben dafür erzähle Disney "großartige Geschichten", und "dem soll die 3D-Technik noch etwas hinzufügen, Bilder schaffen, die man so noch nicht gesehen hat." Die Technik werde sich immer weiterentwickeln, "es geht immer noch mehr, und die Märkte wachsen. Das Unternehmen Disney muss neue Wege finden, wie Menschen Entertainment erleben können. Blu-Ray für zu Hause, 3D im Kino."

3D-Film eröffnet Festival von Cannes

Auch ohne die Mega-Marketingmacht der Unterhaltungsriesen Disney und Dreamworks funktioniert es. Das düstere Märchen und 3D-Meisterwerk "Coraline", von "Nightmare Before Christmas"-Regisseur Henry Selick, ist in den USA ein Publikumsmagnet. Werden die zwei- und dreidimensionale Version gleichzeitig angeboten, gewinnt die Plastizität. Wie bei dem Real-Horrorstreifen "My Bloody Valentine": Die 3D-Variante zog drei Mal so viele Zuschauer an wie die "flache". Offensichtlich wollen die Leute die Spitzhacke tatsächlich fliegen sehen. Und die 3D-Begeisterung hat Europa auch schon erreicht: Das ehrwürdige Filmfestival von Cannes wird in diesem Jahr mit einem 3D-Film eröffnet: mit dem neuen Disney-Werk "Up!". Das ist für das Festival-Volk nicht nur eine technische sondern fast schon auch eine skandalöse Premiere.

Warum jetzt?

Stellt sich die Frage, warum 3D und warum jetzt? Die zweite Antwort ist einfach: Weil es billiger geworden ist. Die digitale Technik macht es möglich und hat mit dem Aufwand der Pappbrillen-Zeit kaum noch etwas zu tun. Ein Kino braucht für eine 3D-Vorführung einen speziellen Projektor (damals waren es zwei und auch zwei Filmkopien), eine silberbeschichtete Leinwand und die Brillen. 60.000 bis 80.000 Euro soll die Umrüstung eines Kinosaales kosten, berichtet der Berliner "Tip". Vor allem für kleinere Lichtspielhäuser eine Unsumme. Rund 50 Säle sind in Deutschland bisher entsprechend ausgestattet. "Weil 3D die Zukunft des Kinos ist, planen wir letztlich, alle Kinos umzurüsten", sagt Anna Zafiris, Sprecherin der Kinokette UCI Kinowelt.

Den 3D-Film liefert der Verleih auf Festplatte. Obwohl mit zwei Kameras gedreht wird, sei die Herstellung nicht wesentlich teurer als bei einem 2D-Film, sagt Katzenberg. "Monsters vs. Aliens" habe in 3D 165 Millionen Dollar gekostet, in 2D 150 Millionen. Leicht zu sagen, wenn man die Millionen hat.

Und warum 3D? Damit die Leute wieder ins Kino gehen. Eine vernünftige 3D-Projektion zu Hause ist nicht möglich. Das neue Seherlebnis macht den Gang ins Kino notwendig. Es ermögliche wieder die "geteilte Erfahrung mit den anderen Zuschauern", sagt Lasseter und meint, dass es natürlich Einnahmen sichert.

"Die Bilder könnt ihr wegschmeißen"

Dann ist da noch ein Punkt, über den Katzenberg und Lasseter nur reden, wenn man sie danach fragt: Ja, 3D sei auch eine Antwort auf die Film-Piraterie, sagte Lasseter im Gespräch mit stern.de: Denn es sei kaum möglich, einen 3D-Film abzufilmen und zu verbreiten. Katzenberg formuliert es im Interview mit "Die Welt" aggressiver: "90 Prozent aller Raubkopien werden mit einer Minikamera im Kino aufgenommen. Versucht das mal mit einem 3D-Film. Die Bilder könnt ihr gleich wegschmeißen."

Das sei aber natürlich nur der geschäftliche Aspekt, und den Filmemachern gehe es schließlich um mehr, sagt Lasseter: "Ich bin Künstler, und mir geht es um das Potenzial, was 3D für die Erzähltechnik einer Geschichte bedeuten kann". Zwar haben weder "Bolt" noch "Monsters vs. Aliens" das Kinoerlebnis neu erfunden, doch fühlt sich die 3D-Sicht tatsächlich anders an: Die Dinge fliegen einem nicht mehr entgegen, sondern man hat zuweilen wirklich das Gefühl, "in" den Film zu treten. Wenn die Riesenfrau Susan in "Monsters vs. Aliens" mit angeschnallten Autos an den Füßen durch die Straßen von San Francisco skatet, zieht es einen fast aus dem Sitz. Doch ist es "Coraline", die mit dem Raumeffekt deutlich mehr verzaubert. Wenn man plötzlich im Schmetterlingsschwarm sitzt, Spiegel zerbersten oder Artisten unter der Zirkuskuppel umherfliegen, ist man wirklich "auf der anderen Seite". Aber das ist auch eine Frage der Zielgruppe.

Warten auf James Cameron

Fast 20 3D-Filme sollen in diesem Jahr starten. Die meisten davon sind Animationen - von "Toy Story" bis "Ice Age". Im Dezember kommt allerdings mit James Camerons lang erwartetem "Avatar" ein 3D-Realfilm in die Kinos, in dem viele einen Indikator für das Potenzial von 3D sehen. 1991 hatte der "Titantic"-Regisseur mit den Effekten in "Terminator 2" im Kino die digitale Revolution vollzogen. Auch "Avatar" soll das Kinogefühl grundlegend verändern. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Zukunft des Kinos tatsächlich nur mit Brille zu sehen ist.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(