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Kinofilm über Murat Kurnaz Von Guantánamo auf die Leinwand


Eine Dokumentation über das Schicksal des Murat Kurnaz gibt es schon. Nun folgt die Kinoversion der Geschichte des deutschen Guantánamo-Häftlings.

"Fünf Jahre" soll ein Kinofilm heißen, der davon berichtet, was Murat Kurnaz von Januar 2002 bis August 2006 erlebt hat. Als der damals 19-Jährige nur wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September nach Pakistan reiste, "um mehr über den Koran zu lernen", wurde der aus Bremen stammende Türke verhaftet und gegen ein Kopfgeld an die Amerikaner ausgeliefert. Die brachten Kurnaz als "feindlichen Kämpfer" ins Gefangenenlager Gunatanamo auf Kuba, wo er fast fünf Jahre lang festgehalten und immer wieder verhört wurde.

Eine Dokumentation über Kurnaz' Schicksal gibt es schon: In diesem Jahr brachte Thomas Wallner seinen Film "The Guantanamo Trap" (Die Guantánamo-Falle) heraus, der sehr präzise und beeindruckend Kurnaz' Weg in die Haft und den Weg heraus erzählt und gleichermaßen den Foltervorwüfen an die US-Regierung nachgeht.

"Leicht fiktionalisiert"

Nachwuchsregisseur Stefan Schaller will die Geschichte nun - auf Kurnaz' Biografie basierend, allerdings auch leicht fiktionalisiert - als Kinofilmversion präsentieren. Dahinter steht Nico Hofmanns Produktionsfirma Teamworx ("Dresden", Hindenburg", "Stauffenberg"). Schaller wurde bereits für das Drehbuch "Fünf Jahre" mit dem Thomas-Strittmatter-Preis ausgezeichnet. Kurnaz soll bei der Entstehung des Skripts beraten haben. Seine Rolle übernimmt Sascha Alexander Gersak ("Im Angesicht des Verbrechens").

Gerade haben Potsdam-Babelsberg die Dreharbeiten begonnen, die bis Mitte Dezember 2011 abgeschlossen sein sollen. Der Kinostart ist für 2012 geplant.

sal

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