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Lars von Triers neuer Film: Wer hat Angst vor "Antichrist"?

"Antichrist": Das steht seit den ersten Bildern aus Lars von Triers neuem Film für blutigen Sex und Gewaltorgien im Wald. Soll man sich den Film, der von der Trauerarbeit eines Paares handelt, das sein Kind verloren hat, nun ansehen oder lieber nicht? Ein Erfahrungsbericht.

Von Sophie Albers

Kaum ein Film hat je eine solch einschüchternde Voreinordnung erfahren wie "Antichrist". Angefangen von Gerüchten vor der ersten Sichtung beim Filmfest in Cannes, über verschreckte Interviews mit Regisseur und Hauptdarstellerin bis zu journalistischen Grundsatzdiskussionen, ob die Blut-und-Sperma-Orgie über ein Paar, das sein Kind verliert und in einer Waldhütte Trost und Halt zum Weitermachen sucht, denn nun hohe Kunst sei oder einfach nur egal.

Kurz vor der Weltpremiere im Mai war "Antichrist" der Journalistenschreck an der Croisette. "Der ist echt schlimm", sagte eine PR-Agentin mit verzogenem Gesicht. "Diese Bilder machen was mit dir." Das Kino im eigenen Kopf drehte durch. Schließlich gab es schon Fotos zu sehen: Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe in Blut, Angst und Sperma miteinander verschlungen. "Echt krass", fügte die Agentin hinzu. Und zart besaitete Seelen fingen an zu pfeifen, als wären sie allein im Wald.

Willkommen im Universum von Lars von Trier: Schöpfer von "Antichrist", sechsfacher Palmengewinner, Ex-Dogma-Filmemacher und mit Werken wie "Dogville" und "Dancer in the Dark" einer der anstrengendsten Regisseure der Welt. Er selbst bezeichnet sich allerdings lieber als bester Regisseur der Welt: "Kann Angst die Welt verändern? Ich denke, sie kann."

Höhepunkt der Gewalt

Es wird dunkel im Kinosaal, der Vorhang öffnet sich, und das Publikum scheint die Luft anzuhalten. Plötzlich, wie mit einem tonlosen Donnerschlag, zieht sich über die Leinwand in neongrüner Kritzelschrift der Titel: "Antichrist". Und ... der ganze Saal fängt an zu lachen. Befreit, erleichtert, übergeschnappt. Das war zuviel. "Antichrist" hat jede Bedrohung verloren. Zumindest in diesem Kino. Zumindest für diesen Augenblick. Es sei sein kindlichster Film, hat Lars von Trier gesagt.

Die Bilder des Anfangs sind traumgleich schön, schwebend, in Schwarz-Weiß. Wasser rinnt, Schnee fällt. Die Lacher beruhigen sich, öffnen die Sinne weit für das Erlebnis Kino, weil Regisseur Lars von Trier es so will. Dann kommt der rabiate Sex, der Zusammenbruch, die Flucht in den Wald und ein sprichwörtlicher Hexenkessel voll kruder Bildsprache, verrauschter Farben, verquaster Wendungen der Geschichte sowie ein beeindruckend langanhaltender Höhepunkt der Gewalt. Ein paar Mal hat man zwischendurch noch gelacht: zum Beispiel wenn der verfaulende Fuchs spricht. Ein paar Mal ist einem das Lachen vergangen: zum Beispiel wenn der Charakter von Charlotte Gainsbourg sich in Großaufnahme die Klitoris abschneidet. Wenn "Antichrist" mit einem fertig ist - die andere Richtung ist nur möglich, indem man den Saal verlässt -, ist man wirklich durch. Durch den eigenen Kopf.

Dämonen zu Freunden gemacht

Aber ob man nun lacht oder nicht, "Antichrist" stellt Fragen, öffnet Gedankengänge, von deren Existenz man nichts wusste, nichts wissen wollte oder die man auch schon kannte. Denen kann man folgen oder auch nicht. Es geht um den Kampf der Geschlechter, biologisch bedingtes Missverstehen, um den Massenmord der Inquisition, um Schuld und immer wieder um panische Angst. Um die Angst zu wissen, genauso wie die Angst nicht zu wissen.

Lars von Trier nennt "Antichrist" die Therapie seiner eigenen Depression, die ihn für Jahre gelähmt habe. Deshalb habe er anfangs auch nicht selbst hinter der Kamera gestanden, weil er zu stark zitterte. Es sei der Film seines Lebens, so der dänische Regisseur, in dem er seine Dämonen zu Freunden gemacht habe. Ob man als Zuschauer Therapeut sein möchte, muss jeder für sich selbst klären.

Albträume macht "Antichrist" jedenfalls nicht, weil von Trier allen Dämonen deutliche Gesichter gegeben hat. Das Böse hat ja bekanntlich Namen und Adresse. Nichts wächst im Halbdunkel zur Bedrohung an. Alles wird in voller Größe konfrontiert, um sofort kleingehackt zu werden. Deshalb müssen Sie auch keine Angst haben und können sich "Antichrist" ruhig ansehen. Außer Sie haben etwas Besseres vor.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(