HOME

Stern Logo Medienkolumne

Medienkolumne: Das ZDF: Roland Kochs Pyrrhussieg

Im Windschatten der Empörung über Roland Kochs politische Einmischung beim ZDF hat die SPD still und leise ihre Positionen in dem Sender ausgebaut. Jetzt soll ein Intimus von Kurt Beck ZDF-Verwaltungschef werden.

Von Bernd Gäbler

Der Mensch macht einen Plan, verfolgt dann energisch seine Ziele - und oft ist am Ende das Resultat dennoch anders als beabsichtigt. So muss jetzt auch Roland Koch auf sich und das ZDF zurückschauen. Als er noch in Saft und Kraft als hessischer Ministerpräsident stand, tat er alles, um eine dritte Amtszeit für den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu verhindern. Das ist ihm gelungen. Er nahm in Kauf, dem Ruf des ZDF zu schaden, denn er wollte mehr: zurück zu den seligen Zeiten, als beispielsweise Friedhelm Ost, der nachmalige Regierungssprecher und CDU-Parlamentarier die ZDF-Wirtschaftsberichterstattung noch straff führte. Oder der Redakteur Reinhard Grindel, CDU-MdB seit 2002, das erste längere zarte Angela Merkel-Porträt mit schönen Bildern von privaten Spaziergängen am Strand ins Programm tupfte. Mit einem Wort: den Einfluss "der Schwarzen", also der CDU-Mitglieder und
-Sympathisanten auf die Berichterstattung erhöhen.

Aus dem Farbenspiel des ZDF: Mehr Rot als Schwarz

Das Gegenteil ist nun der Fall: seit der causa Brender haben die senderintern "die Roten" genannten Kräfte ihre Positionen sukzessive ausgebaut. Chefredakteur wurde Peter Frey, der einst im "Sommerinterview" den rheinland-pfälzischen SPD-Ministerpräsidenten und Vorsitzenden des ZDF-Rundfunkrats Kurt Beck in einer Weinstube allzu brav befragte. Natürlich versucht er nun parteipolitische Äquidistanz zu demonstrieren. Wie auch Brender zählt er sich zu keinem der "Freundeskreise" (vulgo: parteipolitischen Kungelrunden) im ZDF - aber der Posten des Chefredakteurs ist seit den Zeiten von Reinhard Appel und Klaus Bresser in der ZDF-internen Balance schon immer Domäne derjenigen gewesen, die eher der SPD nahe stehen. Das ist mit Peter Frey nicht anders.

Chefin des Hauptstadt-Studios wurde die ehrgeizige

Bettina Schausten

, die nun senderintern zwar als "Schwarze" verrechnet wird, aber - wie Peter Frey - als persönliche Referentin des SPD-nahen Chefredakteurs Klaus Bresser ihre ZDF-Karriere begann. An ihrer Seite berichtet

Thomas Walde

- ebenfalls "ein Roter" - aus Berlin. Gleichzeitig wurde der Fundamental-Christ

Peter Hahne

, über den manche argwöhnen, er könne der zentrale Einflüsterer für Roland Koch gewesen sein, auf einen unbedeutenden sonntäglichen Talk abgeschoben und der smarte

Steffen Seibert

zum Regierungssprecher promoviert.

Nie war der Anteil der "Schwarzen" an der unmittelbaren, operativen Politik-Berichterstattung des ZDF so gering. Denn auch Petra Gerster, Schwester des ehemaligen SPD-Sozialministers von Rheinland-Pfalz, gilt trotz aller Konservatismen im Zweifelsfalle als "rot", Claus Kleber, der sogar "Spiegel"-Chefredakteur hätte werden können, ohnehin und Marietta Slomka wurde von Nikolaus Brender entdeckt und gefördert. Bleibt noch Theo Koll, ausgestattet mit englischen Maßhemden und einer CDU-Politikerin als Lebensgefährtin, dessen Zuständigkeit nun prompt auf Innen- und Außenpolitik ausgedehnt wurde. Ihm muss man aber - wie auch Peter Frey - zugutehalten, dass er stets um seriöse journalistische Distanz bemüht ist. Dennoch kann die SPD insgesamt wohlgefällig auf die internen Verschiebungen im ZDF seit Brenders Zwangsabgang schauen. Roland Koch hat das Gegenteil seiner ursprünglichen Absichten bewirkt.

Beck-Intimus soll ZDF-Verwaltungschef werden

Dies sind die Personalien, die uns allen vom Bildschirm her vertraut sind. Noch wichtiger aber ist eine andere, die nun vorbereitet wird. Auf dem wichtigen Posten des ZDF-Verwaltungsdirektors soll Martin Stadelmaier auf Hans Joachim Suchan folgen. Noch mag dies niemand bestätigen, und er selbst hat bisher eine entsprechende Anfrage nicht beantwortet, aber im ZDF pfeifen die Spatzen dieses Gerücht durch die Flure. Mehr als zwei Quellen bestätigen es. Martin Stadelmaier ist der Leiter der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei und der engste Vertraute von Kurt Beck.

Zwar wechselte auch Suchan einst von einer Staatskanzlei zum ZDF - er leitete die hessische, als Hans Eichel dort noch Ministerpräsident war -, aber es gibt einen fundamentalen Unterschied: Martin Stadelmaier ist jetzt schon der zentrale Medienpolitiker der SPD. Ob es um die Neuordnung der Gebühren geht, die Definition des öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrags oder die Klage zur Zusammensetzung der ZDF-Gremien - jetzt schon geht das alles über Stadelmaiers Schreibtisch. Er ist auch bundesweit der wichtigste medienpolitische Strippenzieher der SPD. Wenn er nach Suchans Pensionierung dem ZDF-Intendanten an die Seite gestellt wird, ist dies eine weitere, bedeutende Stärkung der SPD im Mainzer Sender der Länder.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(