Oscar-Verleihung "Slumdog Millionaire" räumt ab

Großer Sieger der 81. Oscar-Verleihung ist Danny Boyle. Sein Film "Slumdog Millionaire" wurde mit acht Preisen bedacht - dabei fiel das Budget für den Film recht bescheiden aus.

David hat gegen Goliath gewonnen. Eine 15-Millionen-Dollar-Produktion über einen Jungen aus den Slums von Mumbai hat David Finchers 150-Millionen-Dollar Effekte-Spektakel "Der seltsame Fall des Benjamin Button" abgehängt.

Brad Pitts Verjüngungsprozess wurde drei Mal ausgezeichnet (Ausstattung, Make-Up und Spezialeffekte), während Danny Boyles Realo-Märchen acht Mal mit dem Goldjungen geehrt wurde. Darunter in den Königskategorien bester Film und beste Regie.

Alle Oscar-Gewinner im Überblick:

Bester Film: "Slumdog Millionaire"
Beste Regie: Danny Boyle für "Slumdog Millionaire"
Bester nichtenglischer Film: "Departure" (Japan) "
Beste Hauptdarstellerin: Kate Winslet
Bester Hauptdarsteller: Sean Penn
Bestes Drehbuch: Dustin Lance Black für "Milk"
Beste Nebendarstellerin : Penélope Cruz ("Vicky Cristina Barcelona")
Bester Nebendarsteller: Heath Ledger ("The Dark Knight")
Beste Filmmusik: "Slumdog Millionaire"
Bester Song: "Slumdog Millionaire"
Beste Drehbuch-Adaption: "Slumdog Millionaire"
Bester Animationsfilm: "Wall-E"
Bester Kurzfilm: "Spielzeugland"
Bester Dokumentarfilm: "Man on wire"
Bester animierter Kurzfilm: "La maison en petite cube"
Bester Dokumentarkurzfilm: "Smile Pinki"
Bester Schnitt: "Slumdog Millionaire"
Beste Tonmischung: "Slumdog Millionaire"
Bester Tonschnitt: "The Dark Knight"
Beste Ausstattung: "Der seltsame Fall des Benjamin Button"
Beste Kostüme: "Die Gräfin"
Bestes Makeup: "Der seltsame Fall des Benjamin Button"
Beste Spezialeffekte: "Der seltsame Fall des Benjamin Button"
Beste Kamera: "Slumdog Millionaire"

Auch bei den Schauspielern bewahrheiteten sich die Vorhersagen: Kate Winslet bekam nach fünf erfolglosen Nominierungen endlich den Oscar als beste Darstellerin für ihren Auftritt in "Der Vorleser". Und Sean Penn wurde für seine Leistung in "Milk" belohnt.

Verlierer des Abends waren neben "Benjamin Button" der Hollywood-Widergänger Mickey Rourke ("The Wrestler"), das Polit-Kammerspiel "Frost/Nixon" sowie der israelische Animationsfilm "Waltz With Bashir", der allgemein als Favorit für den Auslands-Oscar galt. Auch der deutsche Beitrag "Der Baader Meinhof Komplex" ging leer aus. Dafür gewann in der Kategorie Kurzfilm Jochen Alexander Freydank mit "Spielzeugland".

sal

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