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Winklevoss-Zwillinge Zuckerberg soll ihnen Facebook geklaut haben - jetzt sind sie Bitcoin-Milliardäre

Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin steigt und steigt.
Investoren, die früh genug eingestiegen sind, konnten ihren Einsatz vervielfachen - und, je nach Höhe Millionäre oder sogar Milliardäre werden.
Nun sind die ersten Namen bekannt geworden: Die Winklevoss-Zwillinge sind die ersten Bitcoin-Milliardäre.
Im Jahr 2013 kaufte das amerikanische Investoren-Duo Bitcoins im Wert von 11 Millionen Dollar. Die sind heute eine Milliarde wert, fast das Hundertfache.
Bitcoin ist die erste Kryptowährung auf Basis der Blockchain-Technologie.
Seit Veröffentlichung des Programmcodes im Januar 2009 sind zahlreiche weitere Kryptowährungen entstanden. Zu den bekanntesten zählen Ethereum, Litecoin, Monero und Ripple. Die mit Abstand größte Marktkapitalisierung hat allerdings immer noch Bitcoin.
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Durch den Film "The Social Network" wurden die rudernden Winklevoss-Zwillinge berühmt. Sie wollen sich Facebook ausgedacht haben und verklagten Mark Zuckerberg wegen Ideenklaus. Jetzt sind sie Milliardäre - wegen einer cleveren Investition.

Die beiden Brüder blieben im Gedächtnis: Wer David Finchers Facebook-Film "The Social Network" gesehen hat, erinnert sich auch an die rudernden Winklevoss-Zwillinge. Selbst wenn die Darstellung im Film überspitzt sein mag: Die Brüder stritten sich tatsächlich mit ihrem Harvard-Kommilitonen Mark Zuckerberg um die Frage, wer Facebook wirklich erfunden hat.

Eigentlich wirken die 1981 geborenen Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss wie geleckte Muskelprotze. Hinter der Ruderer-Fassade verstecken sich aber clevere Geschäftsmänner - und echte Nerds. Bereits mit 13 brachten sie sich bei, Webseiten zu programmieren. 1994 war das alles andere als cool. Als sie einige Jahre später in Harvard studierten, gründeten sie dort das Netzwerk "Harvard Connect", das später in "ConnectU" umbenannt wurde, und aus dem Mark Zuckerberg seine Idee für Facebook geklaut haben soll.

Internet-Milliardäre

Ob das Winklevoss-Netzwerk so erfolgreich geworden wäre wie Facebook, weiß keiner. Reich gemacht hat es sie trotzdem: Nachdem die Klage in einem Vergleich endete, musste Facebook den Brüdern 65 Millionen Dollar Entschädigung zahlen. Und die machten das Beste aus dem Geld. Neben zahlreichen weiteren Investitionen und Firmengründungen steckten sie 11 Millionen Dollar in eine recht riskante Entscheidung und investierten massiv in die Internetwährung Bitcoin, berichtet der britische "Telegraph". Jetzt machte sie die Investition zu Milliardären. 

Denn Bitcoin ist seit Jahresanfang auf Höhenflug. Knapp 11.000 Euro war ein Bitcoin zwischenzeitlich wert, aktuell gehen sie für knapp 9900 Euro über den virtuellen Tisch. Als sich die Zwillinge einkauften, waren es gerade mal 100 Euro. Den satten Zuwachs verdanken sie auch ihrem Durchhaltevermögen. Die Währung war zwischenzeitlich immer wieder gecrashed. Während viele deswegen ausstiegen, blieben Tyler und Cameron Winklevoss dabei. "Wir haben noch nie einen Bitcoin verkauft. Wir spielen auf lange Sicht", erklärte Cameron vor zwei Jahren. Die beiden verwalten auch den Bitcoin-Fonds Gemini, der die Investition für Technikmuffel erleichtern soll.

Ihrem Ruder-Ruf aus dem Film machen die beiden aber trotzdem alle Ehre: 2008 ruderten die Zwillinge im Zweier für die USA bei den Olympischen Spielen in China und landeten auf dem sechsten Platz von 14 gestarteten Nationen. Cameron schaffte in der Ruder-Weltmeisterschaft 2009 zudem im Vierer die Bronzemedaille. Das kann Zuckerberg ihnen vermutlich nicht nachmachen.


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