HOME

Pixar-Studio: Hier wurde Wall-E geboren

Ein Fernglas, zu viel Müll und Buster Keaton. Fünf Jahre lang hat Regisseur Andrew Stanton an seinem neuen Animationsabenteuer "Wall-E" gearbeitet. Und nun verzaubert ein kleiner Müllräumroboter die Welt. Ein Besuch in den Pixar-Studios.

Von Giuseppe Di Grazia

Andrew Stanton denkt am liebsten über Dinge nach, auf die andere Leute nicht mal sturzbetrunken oder total zugekifft kommen. Er fragt sich zum Beispiel, wie eine Tischlampe schaut, wenn sie traurig ist, und wie, wenn sie glücklich ist. Er überlegt, ob sich ein Rennauto mit einem Abschleppwagen anfreunden kann. Oder warum eine kleine Ratte in Paris davon träumt, Koch in einem Fünf-Sterne-Restaurant zu werden, oder ob sich ein gekidnappter Clownfisch im Aquarium einer Arztpraxis langweilt. Und auch warum Spielzeuge eifersüchtig aufeinander sind und deshalb im Kinderzimmer einen Kleinkrieg anzetteln.

Er kann das stundenlang, der Regisseur Andrew Stanton, er kann sich darin so vertiefen, dass am Ende fast immer eine Filmidee geboren wird. Die packt er dann in seine Schatzkiste, für später, für irgendwann. Seine bisher abgedrehteste Idee hatte er 1994: Wall-E. Er musste 14 Jahre und einen Oscar lang warten, bis er seine apokalyptische Liebesgeschichte vom einsamen Müllroboter endlich verfilmen durfte.

Lauter Goldstücke

Allein in den USA hat der neue Animationsfilm der Pixar-Studios schon 220 Millionen Dollar eingespielt, weltweit 343 Millionen. Auch in Deutschland lief er vorige Woche mit großem Erfolg an. Es sieht so aus, als lägen in Stantons Schatzkiste lauter Goldstücke.

Andrew Stanton sitzt in einem fensterlosen Zimmer in der ersten Etage der Pixar-Studios in Emeryville nahe San Francisco. An der Wand hängt die Geschichte von Wall-E. Erste, mit Bleistift gescribbelte Entwürfe, dann immer feinere, detailliertere Farbzeichnungen bis hin zu den abfotografierten Modellbauten. Stanton ist 42 Jahre alt, sieht aber immer noch aus wie ein Jugendlicher. Er sagt Sätze wie: "Wir denken zuerst verrückt, normal können wir später immer noch werden." Es ist diese Philosophie, die Pixar stark macht, ungewöhnlich, unberechenbar, erfolgreich.

"Wall-E" ist der neunte Film von Pixar, der neunte Hit. Mit jedem werden sie mutiger: In den ersten 40 Minuten von "Wall-E" wird nicht ein einziges Wort gesprochen. Wall-E ist ein Roboter - kein besonders intelligenter, er ist bloß eine Müllräummaschine. Er räumt auf der von den Menschen verlassenen Erde auf, presst ihren Müll in Würfel und stapelt sie zu Türmen, die mittlerweile so hoch sind wie die Wolkenkratzer, neben denen sie stehen. Wall-E ist seit 700 Jahren allein. Er scheint sich einsam zu fühlen. Das klingt düster.

Ein Freund von Nemo und Woody

Pixar macht Filme für Erwachsene und hofft, dass sie auch Kindern gefallen. Die Pixar-Leute haben den Animationsfilm neu erfunden. Es sind reife, sensible Geschichten, die sie auf die Leinwand zaubern, mit Helden, die uns nicht nur belustigen, sondern berühren, nachdenklich machen. Wall-E ist in diesem Sinne ein Freund von Luxo, der Lampe, von Nemo, dem Fisch, von Remy, der Ratte, von Lightning McQueen, dem Rennauto, von Woody, der Cowboy-Puppe.

Die Idee zu "Wall-E" kam Stanton beim mittäglichen Herumspinnen mit den Kollegen: Was passiert eigentlich, wenn die Menschen die Erde verlassen? Wer und was bleibt zurück? Ein kleiner Roboter. Warum? Warum nicht? "Ich verliebte mich sofort in diese Figur", sagt Stanton. Dann dachte er: Das lässt uns kein Studio der Welt machen. Doch wenn man seinem Produzenten mit einem Film wie "Findet Nemo" mehr als 800 Millionen Dollar einbringt, vertraut der einem auch beim nächsten Projekt. Stanton durfte 2003 mit "Wall-E" beginnen.

"Wir brauchten sein Gesicht. Das Aussehen prägt die Figur", sagt er. Woher kam die Eingebung? Stanton: "Beim Baseball." Er saß auf der Tribüne und hatte ein Fernglas in der Hand. Er spielte an der Knickbrücke herum, wo der Augenabstand eingestellt wird, drehte die Rohre hin und her. Es sah aus, als könnte man damit selbst ein Gerät lebendig werden lassen. Es sah aus, als könnte man daraus einen neuen Pixar-Helden machen. So tickt Andrew Stanton.

Der Name "Wall-E" steht für "Waste Allocation Load Lifter, Earth Class". Das heißt so viel wie Müllentsorger, Erdklasse. Der Roboter spricht nicht, er gibt Laute von sich, aber jeder versteht ihn. Er hat kein Gesicht, er hat nur diese Fernglasaugen, aber es sind Augen, in denen man Angst und Sehnsucht, Glück und Liebe zu finden meint. Wall-E ist wohl der menschlichste Roboter, den man je auf der Leinwand gesehen hat.

Was hätte Buster Keaton gemacht?

Das Gegenteil von Wall-E ist Eve. Wall-E hat die Form eines kleinen Würfels, Eve ist oval, sie ist edel, elegant, inspiriert vom Apple-Design. Wall-E sieht man an, was er denkt. Eve ist geheimnisvoll. Er ist eine Müllpressmaschine, sie das vollkommene Hightech-Produkt. Sie haben nicht mal eine gemeinsame Sprache. Der Sounddesigner Ben Burtt hat ihnen eine akustische Identität einprogrammiert. Burtt ist der Geräuschemacher aller "Star Wars"-Filme, er sammelt Tausende von Lauten, und wie schon R2-D2 hat er nun auch Wall-E und Eve eine Seele gegeben.

Stanton erzählt in "Wall-E" eigentlich eine Liebesgeschichte. Die Szenen zwischen Wall-E und Eve sind große Kinokunst, voller Poesie. Sie erinnern an die Meisterwerke des Stummfilms. Stanton erzählt: "Andere Animationsfilme interessieren uns nicht, wir wollen keine Kopie der Kopie. Unsere Vorbilder sind Chaplin und vor allem Keaton. Wall-E ist eine Buster-Keaton-Figur."

Sechs Monate für fünf Sekunden

Der Deutsche Holger Leihe arbeitet seit fünf Jahren bei Pixar. Er ist ein Animationskünstler, ein Puppenspieler, der nie auftritt. Sein Arbeitsplatz ist der Computer, er haucht den statischen Figuren Leben ein und verleiht ihnen Charakter. "Wir Animateure fragen uns immer wieder: Wie würde das jetzt Chaplin oder Keaton machen?" An Szenen, die im Film fünf Sekunden dauern, arbeiten sie manchmal bis zu sechs Monate. Leihe sitzt vor dem Rechner und bewegt mit etwa 400 Kontrollpunkten die Figur Wall-E. Er lässt Wall-E tollpatschig wirken, lässt ihn umherstreunen wie einen jungen Hund, lässt ihn mit einem Feuerlöscher spielen und sich vollschäumen. Das ist Slapstick.

Holger Leihe macht aus dem kantigen Roboter einen anmutigen Helden. Wenn Wall-E sich fürchtet, klappt er sich zu einer Kiste zusammen, das wirkt wie ein Kind, das sich unterm Bett versteckt. Die Animateure lassen Wall-E eine besondere Beziehung aufbauen zu den Dingen, die von den Menschen weggeworfen wurden. Ob nun Büstenhalter, Gummi-Entchen oder Militärstiefel. Am meisten Freude bereitet ihm offenbar ein altes Video des Musicals "Hello, Dolly!". Er schaut es sich immer wieder an, sieht, wie Menschen sich die Hände reichen. Und wenn dann auch Wall-E seine kantigen Greifhände ineinander verschränkt, ist das die anrührendste Szene des Films, ein Geniestreich der Animationskunst.

Verblödete Spezies

"Es geht darum, die unglaublichste Geschichte glaubwürdig zu machen", sagt Leihe über seine Arbeit. Als der verliebte Wall-E seiner Eve ins Weltall nachreist, trifft er auf einem Raumschiff wieder auf die Menschen. Eine durch Konsumzwang, Überfütterung und Übersättigung verblödete Spezies. Auf diesem Raumschiff wirken auf einmal die Menschen wie Roboter.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?
  • Giuseppe Di Grazia
    Giuseppe Di Grazia