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Sienna Miller: Die öffentliche Frau

Bisher war Sienna Miller immer wieder vor allem eines: die Freundin von jemandem. Doch mit Durchhaltevermögen macht die zierliche Blondine trotzdem Schauspielkarriere. Ein Treffen mit der gefallenen Königin der Klatschpresse.

Von Sophie Albers

Sie ist sehr, sehr dünnhäutig. Das ist sofort klar. Sie lacht, sie strahlt, sie wickelt sich ihr blondes Haar um den Finger, aber Sienna Miller leidet an Promi-Paranoia. Sie weiß, dass alles, was sie sagt, gegen sie verwendet werden kann. Deshalb hat sie Angst, überhaupt etwas zu sagen. Problem ist nur, dass Sienna Miller eigentlich ein lebenswilder, offener Mensch ist.

"Ich weiß nicht, ob ich jemals bewusste Entscheidungen getroffen habe", sagt sie und erfreut sich am eigenen Scherz über ihre unberechenbaren Berufsentscheidungen in Film, Theater und Mode. Dann bemerkt sie das Schweigen ihres Gegenübers und weiß, welche Assoziationen der fröhliche Satz losgetreten hat. Denn Sienna Miller ist eine gefallene Königin der Klatschpresse.

Jude Law und Balthazar Getty

Zuerst war das Kind reicher Eltern, das zwar in New York geboren ist, doch in London aufwuchs, vor allem die Freundin von Jude Law. 2004, da war Miller 23, hatte sie sich mit dem Filmstar verlobt. Das fotogene Paar wurde in der Boulevardpresse gefeiert. Doch schon ein Jahr später betrog Law seine Verlobte mit dem Kindermädchen, und aus dem strahlenden Sternchen, das auf jede Party eingeladen wurde, als wandelnder Modetipp galt und in "Layer Cake" Daniel Craig das Bett anwärmen durfte, wurde eine Verliererin. Dieses Abrutschen geht bekanntermaßen sehr schnell. Und Laws öffentliche Entschuldigung war einfach nur kontraproduktiv.

Aber Miller machte weiter: Jung, schön und begabt drehte sie Filme, modelte und entwarf Mode. Für die Klatschblätter war sie nun auch ohne Anhang interessant - nennen wir es den Feldbusch-Effekt. 2007 verlobte sie sich erneut, diesmal mit dem Schauspieler Rhys Ifans. Nach knapp einem Jahr verließ sie ihn jedoch wieder, weil sie "noch etwas länger egoistisch sein" wolle, wie die Partypostillen sie zitierten. Die Verliererin konnte also auch fies sein. Hinzu kamen diverse Partyaffären-Gerüchte. Schon wurde die vormals Betrogene zur kalten Herzensbrecherin stilisiert - und das war, anders als bei Männern, negativ gemeint. Den Gefrierpunkt erreichte Miller im vergangenen Jahr wegen ihrer Beziehung mit dem verheirateten Millionenerben Balthazar Getty. Dessen Hin und Her zwischen Frau und Kindern und Sienna Miller war ein öffentlich genüsslich verfolgtes dreckiges Drama.

Sienna Millers Augen verengen sich, so als könne sie das Kopfkino ihres Gegenübers sehen. "Natürlich war das ein Scherz, dass ich noch nie bewusste Entscheidungen getroffen habe", sagt sie mit bitterer Stimme. "Viele Menschen haben Schwierigkeiten, den britischen Humor zu verstehen." Sie verschränkt die schmalen Arme, was bald so aussieht, als hielte sie sich selbst zusammen. Sie geht vom Schlimmsten aus.

"Wie gehen Sie mit der Negativpresse um, können Sie das ausblenden, Frau Miller?" Sie zögert, dann: "Selbstbeherrschung." "Haben Sie manchmal das Gefühl, es gebe da draußen eine zweite Sienna Miller, über die alle schreiben?" "Um ganz ehrlich zu sein: Ich versuche mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, was die Menschen über mich denken. Ich habe da sowieso keine Kontrolle drüber, egal, was ich mache..." Sie würde gerne lachen, kann es aber nicht.

Brillantes Spiel

Sienna Miller wirkt trotz der vielen feinen Lachfalten um die Augen enttäuscht. Und das hängt wohl nicht nur mit den Männern und ihrem Medienimage zusammen, sondern auch mit ihrer Arbeit. 15 Kinofilme hat die mittlerweile 27-Jährige bereits gedreht. Darunter schauspielerische Meisterleistungen wie "Factory Girl" (2006), in dem Miller sich als tragische Popart-Muse die Seele aus dem Leib spielt, und "Interview" (2007), ein brillanter Film, in dem sich ein verbitterter Politikjournalist und eine unterschätzte Soap-Darstellerin ein Funken schlagendes Wortduell liefern.

Ihr neuestes Werk will sie als Gegenentwurf verstanden wissen: In dem Spezialeffekte-Spektakel "G.I. Joe - The Rise of Cobra" spielt Miller eine Bösewichtin in schwarzem Leder. Sogar die blonden Haare sind unter einer schwarzen Perücke versteckt. Das Kämpfen, Rennen und Schießen sei ein großer Spaß gewesen, sagt die fragile Frau. "Die Femme fatale ist eine großartige Rolle." Der reine Eskapismus dieser Verfilmung eines Comics, das wiederum auf einer Actionfigur basiert, gefalle ihr.

Miller hat die Selbstumarmung gelöst und spielt nun mit den Haaren. Auf der rechten Schulter prangen drei tätowierte kleine Sterne, am linken Handgelenk eine Schwalbe, das Zeichen der Freiheit. "Je älter ich werde, desto mehr denke ich, dass ich mich schützen muss", sagt sie über den Umgang mit dem zweifelhaften Ruhm. Sie habe ein kleines Häuschen auf dem Lande, in dem sie viel Zeit verbringe, so Miller.

"Und wenn Sie es verlassen? Werden Sie dann nicht auf Schritt und Tritt verfolgt?" "Nein, in England habe ich alle Paparazzis in einem Abwasch verklagt", so ihre Antwort mit einem endlich breiten Lächeln. "Jetzt kann ich mit meiner Nichte in den Park gehen und Enten füttern - was ich übrigens wirklich gerne mache."

"G.I. Joe - The Rise of Cobra" kommt am 13. August in die Kinos

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.