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Talkshow: Mäßige Quoten für Schreinemakers Comeback

Das groß angekündigte Talk-Comeback von Margarethe Schreinemakers stieß bei den Deutschen nur auf mäßiges Interesse. Nur 910.000 Menschen sahen die erste Sendung in der ARD.

Das groß angekündigte Talk-Comeback von Margarethe Schreinemakers stieß bei den Deutschen nur auf mäßiges Interesse. 910.000 Menschen und damit nur rund jeder 13. Fernsehzuschauer sahen am Montag um 14.10 Uhr die erste Sendung "Schreinemakers" in der ARD. Mit dem Marktanteil von 7,8 Prozent blieb die Moderatorin damit unter den Erwartungen der Produktionsfirma Bavaria Entertainment, die die Zehn-Prozent-Marke als Ziel angegeben hatte.

Die Zuschauer wollten zwar Talk, doch die meisten entschieden sich für die Konkurrenz: "Zwei bei Kallwass" (SAT.1) hatte mit 2,63 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 21,9 Prozent. Und auch die abgebrochene Skisprung-Qualifikation in Bischofshofen stieß bei RTL mit 2,51 Millionen Zuschauern (20,9 Prozent) auf deutlich mehr Resonanz als die Gefühlsshow von Schreinemakers.

Geteilte Kritiken

Die Reaktionen der Fernsehkritiker in den deutschen Tageszeitungen waren geteilt. "Nicht gerade gut, aber auch nicht wirklich schlimm", urteilte die Tageszeitung "Die Welt". Die 50-minütige Sendung reiche für die ganz großen Gefühle nicht mehr aus. "So ein authentischer Tränenschwall muss sich ja erstmal anstauen." Schreinemakers selbst sei schlagfertig gewesen und habe sicher gewirkt, heißt es in dem Blatt. "Das Problem ist eher das, was sie macht (...)."

"Emotionale Klischeefragen"

Schreinemakers sei die Alte geblieben, schrieb das "Hamburger Abendblatt". Die 45-Jährige mache das, was sie am besten beherrscht: "emotionale Klischeefragen" stellen. Die "Bild"-Zeitung feierte dagegen die TV-Rückkehr von Schreinemakers: "Es menschelt wieder im deutschen Fernsehen."

Ganz anders lautete die Kritik in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Was ist das für ein Gefühl, so eine Sendung zu starten und am kommenden Donnerstag eine Gebührenerhöhung um 1,09 Euro pro Monat zu fordern, mit dem Hinweis auf die von niemandem sonst zu leistende 'Grundversorgung' mit Bildung, Kultur, Information und Unterhaltung, die ja sonst niemand leistet?"

DPA
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