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Trauerfeier im Hamburger Michel: Freunde und Fans nehmen Abschied von Heidi Kabel

Mit einer bewegenden Trauerfeier haben sich Familie, Freunde und Fans von der verstorbenen Hamburger Volksschauspielerin Heidi Kabel verabschiedet. Bürgermeister Ole von Beust erinnerte in einer Trauerrede an Kabels Mutterwitz, ihre Bodenständigkeit und ihr Mitgefühl: "Heidi Kabel hat uns aus der Seele gesprochen und aus der Seele gespielt."

Mit einer bewegenden Trauerfeier haben sich Familie, Freunde und Fans von der verstorbenen Hamburger Volksschauspielerin Heidi Kabel verabschiedet. Bürgermeister Ole von Beust erinnerte in einer Trauerrede an Kabels Mutterwitz, ihre Bodenständigkeit und ihr Mitgefühl: "Heidi Kabel hat uns aus der Seele gesprochen und aus der Seele gespielt." Kabel starb vergangene Woche im Alter von 95 Jahren in ihrer Heimatstadt.

Unter den Trauergästen waren auch der ehemalige Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, Regisseur Detlev Buck sowie Kabels frühere NDR-Kollegen Dagmar Berghoff, Wilhelm Wieben und der Schauspieler Uwe Friedrichsen.

"Gott hat ihr ein Herz für die Menschen geschenkt, und dieses Herz trug sie auf der Zunge", sagte Pastor Helge Adolphsen. In dieser Liebe zu den Menschen liege das Geheimnis von Kabels großer Beliebtheit. NDR-Intendant Lutz Marmor sagte, es sei "ein Privileg Heidi Kabel begegnet zu sein." Sie habe getreu ihrem Motto "Jammern ist nicht" gelebt: eine starke, liebenswürdige Frau, die allen Menschen mit Respekt begegnet sei. "Die Klassiker mit Heidi Kabel sind und bleiben ein Stück Fernsehgeschichte", sagte Marmor.

Vor der Michaeliskirche war eine Videoleinwand aufgebaut, auf die der Gottesdienst übertragen wurde. Kabels Tochter Heidi Mahler beschloss die Trauerfeier mit einem Gedicht, ehe die Gemeinde den alten Heidi-Kabel-Schlager "In Hamburg sagt man tschüss" sang.

Kabel spielte 64 Jahre am Hamburger Ohnsorg-Theater. Ihre Karriere kam in den 50er Jahren richtig in Fahrt, als der NDR begann, Ohnsorg-Stücke bundesweit zu übertragen. Kabel brachte in Filmen und TV-Sendungen dem Publikum den hanseatischen Witz und Hamburger Klönschnack weit über die Hansestadt hinaus näher. Sie zog sich Ende 1998 von der Bühne zurück und lebte seit 2003 im Altersheim.

APN / APN