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Endlich "Rechtssicherheit": Österreichs Verkehrsministerium genehmigt das Hoverboard

Mit dem Hoverboard, dem fliegenden Skateboard aus dem Film "Zurück in die Zukunft II", durch Österreich sausen, ist theoretisch jetzt möglich. Das Land hat das Fluggerät zugelassen. Es gibt nur ein Problem.

Ein Hoverboard

Zwei Ingenieure aus Kalifornien haben das Hoverboard Wirklichkeit werden lassen. Es fliegt allerdings mit Magnetfeldern und das funktioniert nur auf leitfähigem Material wie Kupfer oder Aluminium 

Das Hoverboard, eine Art schwebendes Skateboard aus dem Kultfilm "Zurück in die Zukunft II", ist leider noch nicht Realität. Doch das österreichische  Verkehrsministerium hat es bereits zugelassen - gerade noch rechtzeitig zum 21. Oktober 2015, dem Tag, an dem die Science-Fiction-Komödie aus dem Jahr 1989 spielt. Auf der Ministeriumswebsite hieß es am Dienstag, das "Kleinfahrzeug zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn" sei "auch geeignet (...), Personen in der Luft ohne mechanische Verbindung mit der Erde fortzubewegen". Es gelte deshalb auch als "Luftfahrzeug".

Je nach Einsatz auf dem Wasser, am Boden oder in der Luft könnten "unterschiedliche Bestimmungen" zutreffen. Das Herumschweben mit einem Hoverboard sei überall dort gestattet, "wo Sie auch mit einem altertümlichen Skateboard fahren dürften: zum Beispiel in Funparks oder in Wohn- und Spielstraßen". Allerdings dürften weder der Verkehr noch Passanten behindert oder gefährdet werden. Das Tragen eines Helms sei zu empfehlen, aber nicht Pflicht.

Raketenbetriebene Hoverboards

Sogenannte Pit-Bull-Modelle, also raketenbetriebene Hoverboards, unterliegen dem Ministerium zufolge denselben Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung wie normale Hoverboards. Auf dem Wasser müssen sie aber ab einer Antriebsleistung von 4,4 Kilowatt "behördlich zugelassen" sein. "Hoverboard-Kapitäne" benötigten dann auch einen entsprechenden Führerschein und müssten sich an die "Wasserstraßen-Verkehrsordnung" halten.

Für das Schweben beziehungsweise Fliegen mit dem Pit-Bull-Hoverboard sind demnach die geltenden Bestimmungen wie "Lufttüchtigkeitszertifizierungen und Registrierung im Luftfahrzeugregister" einzuhalten. Außerdem würden ein "Sonderpilotenschein" und die Beachtung der "Luftverkehrsregeln" verlangt. Das Ministerium betonte, mit der Veröffentlichung der Regeln für den Gebrauch des Hoverboards wolle es für "Rechtssicherheit" sorgen. Die Zulassung dürfte für das Ministerium witzige PR sein, ernst gemeint ist sie natürlich nicht. 

In Kalifornien ist alles möglich
Vor einem Jahr hatten zwei US-Ingenieure aus Kalifornien den Traum vom Hoverboard Wirklichkeit werden lassen. Das Hendo-Hoverboard der Eheleute Jill Avery Henderson und Greg Henderson gleitet knapp drei Zentimeter über dem Boden durch die Luft. Vier scheibenförmige Motoren auf der Unterseite des Bretts erzeugen ein Magnetfeld, das das Skateboard abheben lässt - vorausgesetzt, der Untergrund ist leitfähig, also beispielsweise aus Kupfer oder Aluminium. Bis der Prototyp ausgereift ist, kann es allerdings noch etwas dauern.

tis / AFP
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