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stern-Cartoons: Markus

Geboren wurde er 1928 in Berlin als Jörg Mark-Ingraban von Morgen. Mit seinem langen Namen stand er vor der gleichen Schwierigkeit wie Loriot und nannte sich kurz Markus.

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Markus

Geboren wurde er 1928 in Berlin als Jörg Mark-Ingraban von Morgen. Mit seinem langen Namen stand er vor der gleichen Schwierigkeit wie Loriot und nannte sich kurz Markus. Doch bevor er ins komische Fach wechselte, studierte er Gebrauchsgrafik und Malerei und war von 1960 bis 1968 Werbemann, zuletzt Kontaktgruppenleiter in einer internationalen Werbeagentur.

Der Cartoon, anfangs eine Art Hobby, wurde immer mehr zu seinem Lebensinhalt. Er bewarb sich beim stern, zeichnete seit 1965 exklusiv für das Blatt und von 1968 bis 1993 hauptberuflich. Markus entwickelte einen neuen Stil der Politkarikatur, die er "Storykaturen" nannte. Daneben Szenen aus dem bürgerlichen Leben, die er viele Jahre unter dem Titel "Geschichten, die das Leben schrieb" veröffentlichte. Eines seiner Markenzeichen: Wie Alfred Hitchcock in seinen Filmen, so tauchte auch Markus als Figur am Rande hin und wieder in seinen eigenen Cartoons auf. Neben seiner zeichnerischen Tätigkeit pflegte der hochgewachsene Mann auch noch ausgefallene Hobbys. Jeden Donnerstag spielte er Saxophon und Trompete in Deutschlands ältester Jazz Combo, der "Magnolia Jazzband", übte sich im Stepptanz und lernte mehrere Sprachen, vorzugsweise exotische.

Markus und seine Frau leben heute im Schwarzwald, weil ihnen in Hamburg das Wetter aufs Gemüt schlug.

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