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Band "Jennifer Rostock" Protest gegen die "Bild"-Zeitung mit blankem Po

Deutliche Botschaft an die "Bild"-Zeitung  - erstellt von der Band "Jennifer Rostock".
Deutliche Botschaft an die "Bild"-Zeitung  - erstellt von der Band "Jennifer Rostock".
© Screenshot/Facebook
Die Band "Jennifer Rostock" ist nicht gerade bekannt dafür, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. In einem Video wirft sie der "Bild"-Zeitung Sexismus vor - mit nackten Tatsachen.

Nur eine Akustikgitarre und die bombastische Stimme von Sängerin Jennifer Weist - mehr braucht es nicht, um ein Protestvideo gegen die Berichterstattung der "Bild"-Zeitung zu machen. Der Clip der Band "Jennifer Rostock" ist auf Facebook bereits der Renner: Mehr als 17.000 Fans gefällt der Beitrag, der innerhalb von drei Stunden fast 5000 Mal geteilt wurde.

Protest gegen "Huhu-Hupen-Bericht" 

Das Video ist eine Reaktion der Musiker auf die Berichterstattung des Boulevardblattes über das Novarock-Festival in Österreich. Frontfrau Weiß hatte hier auf der Bühne blank gezogen, um ein Statement gegen die Sexualisierung und Instrumentalisierung des weiblichen Körpers zu setzen, heißt es auf der Facebookseite der Band. Die Bild hatte die Aktion zum Anlass genommen, um lang und breit über die Brustvergrößerung der Musikerin zu schreiben. Dabei hatten die Redakteure mehrere freizügige Bilder von Weist veröffentlicht und dazu geschrieben: "Es ist nicht das erste Mal, dass Jennifer ihren Fans Huhu-Hupen-Grüße schickt."

Mit nackten Tatsachen gegen Sexismus und Rassismus.
Mit nackten Tatsachen gegen Sexismus und Rassismus.
© Screenshot/Facebook

"Bitte schmückt den Scheiß doch nicht mit meiner Titte"

Die Sängerin ist dafür bekannt, offen mit ihrer Sexualität umzugehen und ihren Körper freizügig zu zeigen. Damit will sie zum Ausdruck bringen, dass Frauen in unserer Gesellschaft mit ihrem Körper nicht so ungehemmt umgehen können, wie das bei Männern der Fall ist. Auch in dem Protest-Clip steht die Musikerin nackt zwischen ihren Bandkollegen, nur bedeckt von zwei Zensurbalken aus Schaumstoff. In ihrem Song greift sie das Boulevardblatt sofort an: "Liebe Bild, ist doch alles halb so wild. Frauen haben Brüste, als ob ein Schmierblatt wie die Bild davon nichts wüsste", singt Weist begleitet von einer Gitarre. Mit markant rockiger Stimme kommt sie dann zum Höhepunkt des Liedes: "Sexismus und Rassismus verkauft ihr als Journalismus. Bei der Hetze, die ihr treibt, und all den Lügen, die ihr schreibt, bitte schmückt den Scheiß doch nicht mit meiner Titte."

Zum Abschluss bekommt die Zeitung noch den nackten Hintern von einem ihrer Bandkollegen mit der Aufschrift "Bild is fürn Arsch" präsentiert. Fast versöhnlich singt Weist dazu: "Liebe Bild, ist doch alles halb so wild. Zerissen und zerknüllt liegst du schon morgen auf dem Müll." 


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