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120. Geburtstag: "Der Nussknacker" tanzt bei Google

Eine Holzfigur, ein junges Mädchen und jede Menge Spielzeug - mehr braucht es nicht, um Kinder und Erwachsene seit über einem Jahrhundert gleichermaßen zu begeistern: "Der Nussknacker" wird 120.

Wenn die Uhr zwölfmal schlägt, erwachen die Spielsachen zum Leben: "Der Nussknacker" zählt zu den weltweit meistgespielten Balletten und feiert seinen 120. Geburtstag. Erfunden hat die hölzerne Figur ein Deutscher.

E. T. A. Hoffmann (Ernst Theodor Amadeus Hoffmann) hat das Märchen "Nussknacker und Mausekönig" im Jahr 1816 geschrieben. Der russische Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowski verhalf der Figur zu großem Ruhm, indem er Hoffmanns Märchen als Vorlage für sein Ballett verwendete und es schlicht "Der Nussknacker" taufte. 1892 wurde das Stück in Sankt Petersburg uraufgeführt und wird noch heute in vielen Theatern und Opernhäusern regelmäßig, meist in der Weihnachtszeit, gespielt.

Am Ende triumphiert die Liebe

Im Mittelpunkt des Balletts in zwei Akten steht Klärchen, die im russischen Original Mascha genannt wird. Sie bekommt zu Weihnachten von ihrem Patenonkel einen Nussknacker geschenkt. Völlig überwältigt von Heiligabend und dem Geschenk schläft sie schließlich unter dem Tannenbaum ein und Wirklichkeit und Traum beginnen, zu verschwimmen. Der Nussknacker wird lebendig und muss einen Angriff einer Mäusehorde abwehren. Zusammen mit Klärchens anderen Spielzeugen zieht er in den Kampf. Nach erfolgreicher Schlacht gibt es zur Belohnung einen Kuss von Klärchen und die Holzfigur wird - ganz à la Gebrüder Grimm - zum Prinzen.

Zu seinem runden Geburtstag tanzt der Nussknacker auch bei Google. Die Suchmaschine widmet dem Ballett ein weihnachtliches Doodle, in dem alle Hauptfiguren dargestellt werden.

Katrin Verschaffel
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