Ausstellungen Unbedingt ansehen!


Drei empfehlenswerte Ausstellungen zeigen Traumbilder, ungewöhnliche Jagdgründe und tolle Fotografie.

Jagdbilder - sind das nicht diese öden Ölschinken im Goldrahmen? Nicht bei Erik Schmidt. Der Berliner Künstler malt Jäger in Grellgrün und Pink: wie sie angespannt auf der Lauer liegen, durch den Wald pirschen oder ein erschossenes Reh wegschleppen. Tote Füchse können bei ihm aussehen wie die Bremer Stadtmusikanten. Immer wieder gelingen ihm neue Blicke auf das alte Thema von Täter und Opfer, Jäger und Gejagtem. Und auf die Rituale einer eingeschworenen Männergesellschaft. "Hunting Grounds" heißt seine erste Museumsausstellung im Marta Herford, 27. 1.-11. 3. Das Buch dazu erscheint im Hatje Cantz Verlag, 35 Euro.

Unheimlich und rätselhaft sind die über 100 Jahre alten Gemälde des Franzosen Odilon Redon. Da kriecht eine haarige Riesenspinne übers Papier und grinst fies und hinterhältig. Einem dürren Waldgeist wachsen Äste aus dem Kopf. Ein Augapfel schwebt wie ein Heißluftballon in den Himmel. Und eine geheimnisvolle blaue Dame scheint mit geschlossenen Augen in sich hinein zu blicken. Künstler wie Salvador Dal’ und Henri Matisse schätzten die seltsamen Traumbilder des französischen Symbolisten Redon. Nun sind 200 seiner Werke in Frankfurt zu sehen. Schirn Kunsthalle, 27. 1.-29. 4., Katalog bei Hatje Cantz, 39,80 Euro.

Las Vegas, Bangkok, S‹o Paulo, New York, Lagos, Shanghai. Es ist, als würde man sich innerhalb weniger Minuten durch die Metropolen dieser Welt beamen lassen. Glitzernde Wolkenkratzer neben schlammigen Slums, wimmelnde Großstadtplätze neben klotzigen Wohnsiedlungen und menschenleeren Megastraßen. In der Ausstellung "Spectacular City" zeigen Fotokünstler wie Thomas Demand, Andreas Gursky, Thomas Ruff und Thomas Struth ihre Ansichten auf die Architektur - und auf die Zukunft der Städte. Manchmal ziemlich erschreckend. Düsseldorf, NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, 27. 1.-6. 5.

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