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Spekulationen um Street-Art: Banksy in Paris? Neue Wandbilder am Bataclan lösen Hype aus

Paris im Banksy-Fieber: Eine Serie von Street-Art-Kunstwerken wird dem anonym arbeitenden Briten zugeschrieben. Stil und Motive würden passen – doch der Künstler selbst lässt das Rätsel bislang offen.

Street-Artist Banksy hat in Paris einen kleinen Hype ausgelöst – aber handelt es sich überhaupt um seine Werke?

Street-Artist Banksy hat in Paris einen kleinen Hype ausgelöst – aber handelt es sich überhaupt um seine Werke?

Hat der geheimnisumwitterte britische Street-Art-Künstler Banksy in Paris zugeschlagen? Die Entdeckung von Wandbildern im Banksy-Stil löste in der französischen Hauptstadt geradezu einen Hype aus. Seit Tagen wird in Medien und sozialen Netzwerken über die unsignierten Kunstwerke spekuliert. Eine Sprecherin des Künstlers äußerte sich am Dienstag auf Anfrage zunächst nicht dazu, ob die Bilder tatsächlich von ihm stammen. Sie stellte aber eine baldige Stellungnahme in Aussicht.

Neuer Banksy am Rande von Paris

Besonders viel Aufsehen erregte die Darstellung eines Mädchens, das ein Hakenkreuz mit einem rosa Muster übersprüht. Sie wurde in der Nähe einer früheren Erstaufnahmeeinrichtung für Migranten am nördlichen Rand der französischen Hauptstadt gefunden. Banksy war schon häufiger mit politischen Botschaften aufgefallen. Das Bild ist inzwischen selbst übersprüht worden.

Andere sind aber noch zu sehen – darunter ein Mann, der einem Hund mit amputiertem Bein einen Knochen hinhält, während er eine Säge hinter seinem Körper versteckt. Zuletzt tauchte auch ein Bild beim Musikclub "Bataclan" auf, der 2015 Ziel eines islamistischen Anschlags war. An einer Tür in der Seitenstraße, in die damals Konzertbesucher durch Notausgänge flohen, ist eine trist wirkende weiße Figur zu sehen.

Der Gründer des kleinen Kulturmediums "Artistik Rezo", Nicolas Laugero Lasserre, äußerte sich überzeugt, dass Banksy tatsächlich in Paris unterwegs war. "Gut eine Woche vor der Entdeckung des ersten Wandbildes (...) hatten wir von mehreren Quellen gehört, dass Banksy in Paris sei", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Tapetenmuster als Signatur

Laugero Lasserre weist auf das Hakenkreuz-Bild hin: Das gleiche Tapetenmuster habe Banksy auf einem Elefanten in Los Angeles und in einer Ausstellung im Museum von Bristol genutzt. "Die Tapete dient als Signatur." Zur Frage, ob auch die Figur am "Bataclan" von Banksy stamme, riet er zur Vorsicht. "Vielleicht ist er noch da und das Abenteuer geht weiter." Die Webseite "Artistik Rezo" hatte bereits am Samstag über die Wandbilder berichtet.

Über Banksys Identität ist viel spekuliert worden. Ob nur eine Person oder mittlerweile ein Künstlerkollektiv hinter dem Name Banksy steht, ist unbekannt. Wandstücke mit Graffiti des Straßenkünstlers wurden bei Auktionen teils für mehr als 100.000 US-Dollar versteigert.

"Es ist nicht schwer auf Banksy zu machen"

Der französische Kunsthistoriker Paul Ardenne merkte an, dass Banksys Kunst sehr einfach zu imitieren sei. Unter anderem mit Blick auf das Bild des Mädchens mit der Spraydose sagte er: "Tatsächlich scheint das Banksy zu sein, aber es ist nicht schwer, auf Banksy zu machen." Ardenne, der Banksys Kunst als "Register von Klischees" bezeichnet, sieht den Medienrummel um den Briten kritisch: "Das Phänomen Banksy ist interessant, aber die Werke sind es deutlich weniger", meint er.

Einige der neuen Banksy-Bilder in Paris:

Eines der neuesten Werke in den Straßen von Paris, die Banksy zugeschrieben werden: Napoleon in ein Kopftuch gehüllt; inspiriert von einem Gemälde von Jacques-Louis David.

Eines der neuesten Werke in den Straßen von Paris, die Banksy zugeschrieben werden: Napoleon in ein Kopftuch gehüllt; inspiriert von einem Gemälde von Jacques-Louis David.

In der Nähe der Universität Sorbonne: Ein Mann bietet einem Hund einen Knochen an, nachdem er ihm den Fuß abgesägt hat.

In der Nähe der Universität Sorbonne: Ein Mann bietet einem Hund einen Knochen an, nachdem er ihm den Fuß abgesägt hat.

In den letzten Tagen wurden sieben Werke des Graffitikünstlers entdeckt

In den letzten Tagen wurden sieben Werke des Graffitikünstlers entdeckt

In einem Pariser Restaurant fliegt eine Banksy-Ratte auf einem Sektkorken über die Köpfe der Menschen hinweg

In einem Pariser Restaurant fliegt eine Banksy-Ratte auf einem Sektkorken über die Köpfe der Menschen hinweg

Ob die neue Street-Art tatsächlich von Banksy stammt? 

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she / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.