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Berliner Stadtschloss: Vertrag mit Architekt Stella ist ungültig

Herbe Schlappe für das Bundesbauministerium beim Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses: Das Kartellamt hat den Vertrag mit dem italienischen Architekten Franco Stella für ungültig erklärt. Die Wettbewerbswächter fordern eine Wiederholung des Vergabeverfahrens.

Der Vertrag zum Bau des Berliner Stadtschlosses mit dem italienischen Architekten Franco Stella aus Vicenza ist ungültig. Das habe die Vergabekammer des Bundeskartellamtes entschieden, teilte das Bundesbauministerium am Freitag mit. Der Wettbewerb werde unabhängig davon aber nicht neu ausgeschrieben.

Das Ministerium von Wolfgang Tiefensee (SPD) kündigte umgehend an, beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde einzulegen. Die Verfahrensstreitigkeiten würden "den Bau des Humboldtforums nicht verzögern". Das Humboldtforum mit dem Wiederaufbau der barocken Fassaden des Berliner Stadtschlosses soll ab Herbst 2010 beginnen und bis 2013 dauern.

Juryentscheidung nicht beanstandet

Das Bundeskartellamt fordert die Wiederholung des Vergabeverfahrens "ab Zeitpunkt der Preisgerichtsentscheidung", die einstimmig für Stella gefallen war. Diese Juryentscheidung sei durch die Vergabekammer auch nicht in Zweifel gezogen worden, hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums.

Aus dem Papier geht hervor, dass die Kartellwächter unter anderem gerügt haben, dass der unterlegene Architekt über den Vertragsabschluss mit Stella nicht vorher informiert worden sei. Das hatte der Berliner Architekt Hans Kollhoff beanstandet, der den dritten Preis errungen hat und eine "mangelnde Transparenz" bei der Vertragsvergabe mit Stella beklagte.

Städtebauliches Herzstück für 552 Millionen Euro

Der Bundestag hatte bereits 2002 den Wiederaufbau des einstigen Hohenzollern-Schlosses mit den Originalfassaden beschlossen. Lediglich an der Ostseite ist eine freie Gestaltung möglich. Das um 1700 von Andreas Schlüter erbaute Stadtschloss war über Jahrhunderte Residenz der Preußen-Könige. 1950 wurde die im Krieg schwer beschädigte Ruine vom SED-Regime gesprengt. An ihre Stelle trat der Palast der Republik. Mit dem 552 Millionen Euro teuren Neubau soll die Berliner Mitte nach jahrelangen Debatten und dem Abriss des Palastes der Republik wieder ihr städtebauliches Herzstück zurückerhalten.

mad/DPA/DPA
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo